Schwerin hofft auf Ansiedlung eines Kurzentrums : Erholung auf altem Polizei-Gelände

<strong>Am Ende der Schlosspromenade</strong> in der Nähe des Beutels soll das Kurzentrum auf dem brachliegenden ehemaligen Polizei-Areal zwischen Stadt und Waisengärten errichtet werden. <foto>zvs</foto>
Am Ende der Schlosspromenade in der Nähe des Beutels soll das Kurzentrum auf dem brachliegenden ehemaligen Polizei-Areal zwischen Stadt und Waisengärten errichtet werden. zvs

Am Wochenende wurde in Waren ein neues Kurzentrum eröffnet. Es ist bereits das zehnte seiner Art, das ein österreichischer Investor gebaut hat. Der Österreicher möchte noch ein weiteres in MV errichten - in Schwerin.

svz.de von
04. Juni 2012, 11:55 Uhr

Werdervorstadt | Am Wochenende wurde in Waren an der Müritz mit großem Bahnhof ein neues Kurzentrum eröffnet. Es ist bereits das zehnte seiner Art, das ein österreichischer Investor gebaut hat. Nur zwei davon befinden sich bisher in Deutschland: Eins in Bayern und nun auch eins in Waren. Der Österreicher möchte noch ein weiteres in Mecklenburg-Vorpommern errichten - in Schwerin. Ob das jedoch realisiert werden kann, ist immer noch unklar.

Denn seit fast zwei Jahren verhandelt die Stadt Schwerin schon mit dem Investor. "Wir haben das ehemalige Polizei-Gelände in der Amtsstraße angeboten", sagt der städtische Wirtschaftsförderer Bernd Nottebaum. "Und unsere Partner möchten auch gern auf diese Fläche." Die Investitionssumme wäre sogar etwas höher als die in Waren. Dort wurden rund 22 Millionen Euro verbaut. Und auch die Zahl von über 80 Mitarbeitern könnte in Schwerin noch übertroffen werden.

Die Landeshauptstadt steht aber in Konkurrenz mit anderen Standtorten. Nach Informationen dieser Zeitung haben auch Karlshagen auf der Insel Usedom und Saßnitz auf Rügen Interesse. Und Vorpommern wird offenbar vom Wirtschaftsministerium unterschwellig favorisiert. Pressesprecher Gunnar Bauer sagt zwar: "Es gibt keine Prioritätenliste. Die Standortwahl für eine Investition ist allein Sache des Investors." Wenn der jedoch Fördermittel haben möchte, um, wie üblich, die Anlaufkosten aufzufangen, kommt das Wirtschaftsministerium doch wieder ins Spiel. Denn das müsste über einen Fördermittelantrag entscheiden. "Inwieweit und in welcher Höhe Fördermittel dann bewilligt werden können, wird im weiteren Antragsverfahren geprüft", sagt Gunnar Bauer. In Schwerin wird nun geargwöhnt, dass das Geld lieber in den Osten des Landes gehen soll. Immerhin kommt Wirtschaftsminister Harry Glawe aus Vorpommern und sein Wahlkreisbüro ist in Grimmen. Dass da ein Zusammenhang besteht, wollte Bauer allerdings nicht bestätigen.

Schwerin hofft nun weiter auf ein Kurzentrum. Bernd Nottebaum war gerade zur Eröffnung in Waren/Müritz und er ist begeistert. "Ich bin von der gesamten Anlage sehr beeindruckt und das Konzept ist auch überzeugend." Denn ein solches Angebot wird nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über genutzt. Und es würde zahlungskräftige Gäste in die Landeshauptstadt ziehen. Denn der Österreicher bietet kaum Kassenleistungen an. Seine Kurgäste müssen selbst bezahlen. Die Preise sind allerdings moderat. Sieben Übernachtungen mit Vollpension und 14 Anwendungen kosten pauschal maximal 689 Euro im Appartement.

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