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Zeitung für die Landeshauptstadt

20. Oktober 2017 | 09:12 Uhr

Vor Saisonbeginn: : Endspurt für Plater Bootsbauer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Martin Krebs und seine Kollegen haben gut zu tun, denn nicht nur Mecklenburger starten mit den Schubert-Varianten bald in See

von
erstellt am 03.Feb.2015 | 23:36 Uhr

Zwischen den Duft von Holz und Farben mischt sich ab und zu der kalte Wind. Denn in der Bootswerkstatt Schubert in Plate herrscht derzeit Hochbetrieb – Tür auf, Tür zu. Die Kunden geben sich sprichwörtlich die Klinke in die Hand. Denn das Frühjahr naht und viele Segler und Bootskapitäne möchten ihre Wasserfahrzeuge wieder flott machen lassen.

Aber nicht nur Termine für Reparaturen und Aufrüstungen stehen im Auftragsbuch von Geschäftsführer Martin Krebs und seinem achtköpfigen Team, sondern auch für die „Boot “– die Messe für Bootsbauer und Liebhaber dieser Verkehrsmittel. „Wir haben eben nicht nur rund um Schwerin einen guten Leumund, sondern sogar über die deutschen Grenzen hinaus“, erzählt der 28-Jährige. Denn Boote von Schubert fahren unter anderem in der Schweiz, Österreich und Italien.

Um den Kundenstamm stetig zu erweitern, präsentiert sich der Plater Bootsbaubetrieb auf Messen wie in Düsseldorf. „Wir waren mit der Variant 707 und der 606 dort vertreten. Diese wurden von Firmengründer Jürgen Schubert gezeichnet und auch hier konstruiert“, sagt er und bekommt strahlende Augen. Auch wenn diese Modelle nicht aus seiner Feder stammen, identifiziert er sich voll und ganz mit ihnen. „Das ist noch traditionelles Handwerk, in diesen Booten steckt neben viel Liebe zum Detail vor allem Seele“, sagt er und gerät regelrecht ins Schwärmen.

Aber nicht nur Martin Krebs schwärmt für die Boote von Schubert. Allein auf den
Seen rund um Schwerin fahren mehr als 30 Stück. Gebaut wurden von der Variant 606 in den vergangenen 17 Jahren mehr als 140 und von der größeren 707, die in Plate seit 2009 gebaut wird, sind es mehr als 20 Stück. „Wir haben Kunden, die extra mit ihrem Boot vom Bodensee zu uns zur Wartung und Pflege kommen, da es hier gebaut wurde“, sagt Martin Krebs. Aber auch andere Modelle stehen in der Plater Werkstatt. „Wir erledigen hier Reparaturen an Kunststoff, Holz und Metall. Eines unserer Steckenpferde ist die Restauration alter Holzboote“, sagt der Geschäftsführer und auf die Frage, wie viele Jahre das älteste Modell auf dem Buckel hatte, muss er zwar kurz überlegen, doch dann fällt es ihm ein: „Das älteste Boot war von 1930.“

In den Wintermonaten beschäftigen sich die Bootsbauer vor allem mit Neubauten, um die Liefertermine bis April einhalten zu können. „Die Saison startet für die Bootsbesitzer traditionell am 1. Mai, die ersten sind aber schon Ostern auf dem Wasser. Und bis dahin muss alles flott sein“, sagt er und greift zum Klebeband. Denn in der Werkstatt steht eine fast fertige Variant: Die Mahagoni-Elemente müssen jetzt abgeklebt werden, damit sie versiegelt werden können. „Trödeln ist nicht drin, hier läuft alles Hand in Hand. Und das schon seit fast 25 Jahren“, erzählt Martin Krebs. Auch wenn das Datum auf einen Scherz hindeuten könnte: Am 1. April 1990 hat Jürgen Schubert den gleichnamigen Bootsbaubetrieb in Plate gegründet und behauptet sich seit dem erfolgreich am Markt.

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