Endspurt für den Lückenschluss

<fettakgl>Der Bankettefertiger</fettakgl> zieht den Füllboden glatt, die Randstreifen werden befestigt.
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Der Bankettefertiger zieht den Füllboden glatt, die Randstreifen werden befestigt.

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10. November 2009, 09:36 Uhr

Cambs | Über den gesamten Abschnitt der A 14 zwischen Cambs und Jesendorf sind Bagger und anderes Gerät verteilt. Die einen arbeiten sich über die ebene, beinahe vollständige Asphalttrasse vor,

andere geraten schon einmal in Schräglage, wenn selbst der riesige Ausleger für die hohe Böschung nicht ausreicht. Kipper rollen an, bringen aber keinen Asphalt mehr, sondern Füllboden oder Befestigungsmaterial, denn die Deckschicht ist nahezu vollständig aufgebracht. Lediglich an den Talbrücken Liessow und Mühlenbach fehlt noch der Anschluss zu den Fahrbahnen. Deshalb müssen Verantwortliche von Firmen oder Bauüberwachung mit ihren Pkw manchmal noch von der Piste runter und auf matschige Baustraßen ausweichen. Doch es ist Endspurt auf diesem letzten Teilstück der Autobahn zwischen Schwerin und Wismar, das den Lückenschluss zwischen A 20 und 24 herstellt. Voraussichtlich kurz vor Weihnachten kann die Freigabe für den Verkehr erfolgen, ist aus dem Verkehrsministerium zu erfahren. "Alle Arbeiten liegen im Plan", sagte Verkehrsminister Volker Schlotmann gestern und betonte erneut die große wirtschaftliche Bedeutung der A 14 für MV. "Die Autobahn wird die Entwicklungschancen des Landes deutlich verbessern."

Schutzplanken werden gesetzt und Bankette fertiggestellt In der Nähe von Jesendorf hat eine Firma aus Kavelstorf bei Rostock Ende voriger Woche begonnen, die Stahlschutzplanken zu setzen. In der Mitte doppelt und dazu noch einige Außen abschnitte, kommt eine Gesamtlänge von 37,5 laufenden Kilometern zusammen. Wildschutzzäune werden entlang der kompletten Strecke aufgebaut. Auch an Amphibien-Leitwände für Frösche ist gedacht worden.

Parallel zur Errichtung der Schutzplanken werden Restarbeiten an den Banketten ausgeführt und die Mulden seitlich der Standstreifen gezogen. Für die Bankette an Mittel- und Seitenstreifen wird so genannter Oberboden aufgebracht, in die Ränder zur Fahrbahn kommt ein Materialgemisch zur Befestigung, erklärt Frank Weinmar von einem Schweriner Ingenieurbüro. Er ist jeden Tag zur Bauüberwachung vor Ort.

Kurz vor der Autobahn-Abfahrt bei Cambs arbeiten derweil Thomas Nolte und sein Sohn Nico. Sie kommen von einem Vermessungsbüro und sollen feststellen, ob die Asphalt-Deckschicht die vorgegebene profilgerechte Lage hat. Mittels GPS legen sie die Messpunkte fest und markieren sie. Mit einem Nivelliergerät kontrollieren die Vermesser danach die Fahrbahn höhe.

Ab Dezember werden, auf entsprechendes Wetter hoffend, die Fahrbahnmarkierungen aufgebracht sowie die Verkehrsschilder entlang der Strecke aufgestellt. Nicht mehr benötigte Wirtschaftswege in dem Bereich werden

zurückgebaut, andere für landwirtschaftliche Fahrzeuge freigegeben, ergänzt Thomas Taschenbrecker, Leiter des Schweriner Straßenbauamtes.

Fahrtzeit zwischen Schwerin und Rostock verkürzt sich weiter Der neue Autobahnabschnitt ist etwa 14,3 Kilometer lang. Neben der Strecke wurden 13 Brücken gebaut. Die Kosten betragen insgesamt rund 100 Millionen Euro. Die Fahrtzeit zwischen Schwerin und Rostock wird sich durch das neue Teilstück weiter verkürzen. Durch die geplante Verlängerung der A 14 nach Magdeburg wird der Verkehr aus dem Land Richtung Süden besser fließen können. "Wir brauchen die A 14, um die prognostizierten zunehmenden Verkehre in den kommenden Jahren aufnehmen zu können. Auch werden die Häfen in Rostock und Wismar enger an das überregionale Verkehrsnetz Richtung Süden angebunden. Die A 14 ist

eine wichtige Verbindung im Ostsee-Adria-Korridor", fasst Verkehrsminister Volker Schlotmann zusammen.

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