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Frühlingsgefühle in Schwerin : Endlich aus dem Winterschlaf erwacht

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In Schwerin bricht der Frühling aus: Im Zoo machen sich die Frühlingsgefühle deutlich bemerkbar. Und auch durch Baumschnitt und Putzaktion in den Stadtteilen wird der Frühling sehnsüchtig erwartet.

svz.de von
erstellt am 02.Mär.2012 | 09:22 Uhr

Schwerin | Auf der Wasservogelanlage werden die ersten Nester gebaut, im Humboldthaus kuscheln die Ameisenbären, Präriehunde bauen Wurfnester, und auch viele andere Tiere balzen um die Gunst des Partners. Im Schweriner Zoo machen sich die Frühlingsgefühle deutlich bemerkbar. "Im Mai erwarten wir Nachwuchs bei den Kuba-Flamingos", sagt Tierinspektor Mirko Daus. Lautstark turteln die Tiere, die tat sächlich auch auf Fidel Castros Zuckerinsel beheimatet sind, derzeit miteinander. Die Pinguine des Zoos sind schon einen Schritt weiter. Sie legen ihre Bruthöhlen bereits mit Reisig aus, um es den Jungtieren nach der Geburt gemütlich zu machen. "Pinguin-Eltern sind einander meistens ein Lebenlang treu", erklärt Daus.

Mit Nachwuchs rechnet der Zoo auch bei den Ameisenbären. Männchen "Carlos" und seine Partnerin "Felice", die im Januar aus dem polnischen Poznan in die Landeshauptstadt kam (wir berichteten), verstehen sich prächtig. "Das war Liebe auf den ersten Blick", betont Zoo-Direktorin Dr. Monika Häfner. Nicht nur dass Felice in die Schlafbox von Carlos krabbele, um ihn zu wecken, beide Tiere sei en auch tagsüber sehr aktiv und spielten regelrecht miteinander. "Wir hoffen, dass die Paarung der Tiere erfolgreich war", sagt Inspektor Daus. Nach einer Tragezeit von etwa 190 Tagen bringe das Ameisenbär-Weibchen ein Jungtier zur Welt. "Über Monate hinweg trägt das Weibchen sein Junges dann auf dem Rücken", so Daus. Nur zum Säugen verlasse der Nachwuchs seinen Platz mit bester Aussicht. An sonnigen Tagen zeigen sich die Ameisenbären auf ihrer Außenanlage.

Doch nicht nur im Schweriner Zoo wird der Frühling sehnsüchtig erwartet. Untrügliches Zeichen: Im Stadtbild sind schon weitaus mehr Fahrräder zu sehen als in den Wintermonaten. In den Gärtnereien gehen Primeln und andere Frühlingsblumen weg wie warme Semmeln, wie Waltraud Jonas vom Gartenmarkt Medewege berichtet. Im Auftrag der Stadt werden derzeit an vielen Stellen Bäume beschnitten, Strauchwerk gekürzt. Mitarbeiter der Firma Gewers haben beispielsweise am Donnerstag und Freitag in der Sebastian-Bach-Straße in der Weststadt aus den Kronen von 15 Linden abgestorbene Äste entfernt.

In den Schweriner Ortsteilen rüsten sich die Aktiven unterdessen bereits zum großen Frühjahrsputz. Vom 26. bis zum 31. März werden wieder Tausende Schweriner mit roten Säcken unterwegs sein und die Stadt vom Müll befreien. Zum Abschluss der Aktion findet auf dem Bertha-Klingberg-Platz die große Schrubberparty statt.

Voraussichtlich vom 12. März an werde n im Burggarten die Bänke wieder aufgestellt, "wenn es das Wetter zulässt", sagt Landtagssprecher Dirk Lange. Besucher könnten dann wieder ganz entspannt die Sicht auf den Schweriner See genießen.

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