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Nahverkehr Schweriner Umland : Endet Busstreit mit Kompromiss?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schwerin macht dem Landkreis Ludwigslust-Parchim Vorschläge zur künftigen Gestaltung der Buslinien aus dem Umland

von
erstellt am 06.Mai.2016 | 20:45 Uhr

Gibt es noch eine Einigung im Bus-Streit zwischen der Landeshauptstadt und dem Landkreis Ludwigslust-Parchim? Bei einem Spitzengespräch wurde nach einer Lösung gesucht. Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow, Wirtschaftsdezernent Bernd Nottebaum und Nahverkehrsgeschäftsführer Norbert Klatt sprachen mit Landrat Rolf Christiansen und dem Chef der Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim, Stefan Lösel. „Wir haben einen Kompromissvorschlag gemacht“, teilte Nottebaum mit.

Danach sollen die aus dem Umland kommenden Buslinien der VLP in der Nähe einer Straßenbahnhaltestelle enden. „Ob das am Dreescher Markt oder am Blumenbrink oder in der Stauffenbergstraße ist, ist uns dabei egal“, so der Wirtschaftsdezernent. Der Schülerverkehr dürfte aber weiterhin über den Marienplatz fahren. Da die Schulbusse aber von jedermann genutzt werden können, soll der Landkreis die Busse benennen, in denen vor allem Schüler befördert werden. Mit dieser Regelung wollen die Schweriner erreichen, dass weniger Busse über den Marienplatz fahren. Derzeit sind es 65 pro Tag mit rund 700 Passagieren.

Wollen die Fahrgäste aus dem Umland zum Bahnhof, müssen sie am Umsteigepunkt in die Straßenbahn wechseln. Für diese Fahrt bezahlen sie dann die Hälfte des Tarifs – das ist weniger, als für dieselbe Strecke für Schweriner fällig wird.

Angestrebt wird von Schwerin allerdings ein Kombi-Ticket. Es soll genauso gestaltet sein, wie das mit dem Nordwestkreis vereinbarte. Sowohl der Nahverkehr als auch die VLP würden auf 20 Prozent der Einnahmen verzichten.

Landrat Rolf Christiansen wollte die Schweriner Vorschläge nicht bewerten. „Wir werden die Kompromissvorschläge prüfen und anschließend direkt mit Frau Gramkow besprechen“, ließ er auf SVZ-Anfrage mitteilen. Eine Entscheidung soll Mitte Mai fallen. In die Diskussion nicht einbezogen sind der VLP-Aufsichtsrat und der Kreistag. „„Ich wusste nichts von dem Gesprächstermin mit der Stadt“, sagte Kommunalpolitiker und Aufsichtsratsvorsitzender Christian Rosenkranz. „Da hält mich der Landrat vollkommen raus.“

Unterdessen stimmen die Fahrgäste aus Raben Steinfeld inzwischen offenbar mit den Füßen ab. Etliche nutzen nicht die VLP-Busse in die Stadt, sondern die des Nahverkehrs. Dazu gehen sie von der Haltestelle an der B 321 über die Störbrücke zur Haltestelle an der Fähre. Bis dort fahren die Stadtbusse.

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