Parkplatznot : Eltern wollen „Kinder-Lieferzone“

Kurzzeitparker vor der Kita „Rappelkiste“  gefährden laut Ordnungsamt im Notfall die Sicherheit in der Münzstraße.
Kurzzeitparker vor der Kita „Rappelkiste“ gefährden laut Ordnungsamt im Notfall die Sicherheit in der Münzstraße.

Enge Parkplatz-Situation rund um die Kita in der Münzstraße: Ordnungsamt verwarnt regelmäßig – Stadt prüft drei Lösungsvorschläge

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03. Juli 2014, 22:10 Uhr

Gegen 7.30 Uhr spielt sich vor der Münzstraße 20 jeden Morgen eine ähnliche Szenerie ab: Vor der Kita „Rappelkiste“ halten mehrere Autos – im absoluten Halteverbot und halb auf dem Bürgersteig, weil sonst niemand mehr passieren kann. Auch das Ordnungsamt ist regelmäßig vor Ort und verteilt Knöllchen. „Ich habe dort schon mehrere Gespräche mit den Kräften geführt“, sagte Vater Henning Völtz. Ändern tue sich nichts. Deshalb suchte er jetzt Rat beim Ortsbeirat für die Schelfstadt. Auch andere Eltern hatten sich an das politische Gremium des Stadtteils gewandt. Ihr Vorschlag: eine Art „Kinder-Lieferzone“.

Eine klare Absage für diesen Vorschlag kommt vom Ordnungsamt. „Wir dürfen an der Stelle nicht weggucken aufgrund der Gefahrenabwehr“, so ein Sprecher. Sollte ein Feuer ausbrechen und die Feuerwehr komme aufgrund vor dem Haus parkender Autos nicht nah genug heran, „dann werden wir zur Rechenschaft gezogen“, so der Sprecher weiter.

Die jetzige Parkplatzsituation geht auf eine Umfrage und einen Stadtvertreterbeschluss vor einigen Jahren zurück. Danach wurden kostenlose Kurzzeitparkplätze in der Schliemannstraße eingerichtet. „Leider sind diese aber immer belegt“, so Vater Henning Völtz. Er wohne in der Altstadt, fahre täglich mit dem Auto zur Arbeit und gebe sein Kind auf dem Weg dorthin in der Kita ab.

Weil auch der Ortsbeirat keine Lösung auf dem unbürokratischen Weg sieht, soll die Stadtverwaltung nun drei Vorschläge prüfen. Der Erste: Können weitere Kurzzeitparkplätze in der Schliemannstraße eingerichtet werden? Der Zweite: Ist ein Zugang zur Kita „Rappelkiste“ von der Grünen Straße aus machbar? Dort gibt es mehr Platz für Kurzzeitparker, allerdings müssen die Eltern ein fremdes Grundstück überqueren. Der Dritte: Können hinter der Kreuzung Schliemannstraße weitere Parkplätze in der Münzstraße entstehen?

„Diese Plätze können ja täglich zeitlich begrenzt sein und müssen nicht 24 Stunden am Tag verfügbar sein“, so Henning Völtz weiter.

„Die Eltern könnten unter Umständen entsprechende Parkausweise in die Autos legen, damit wir Diskussionen vermeiden“, schlug der Sprecher des Ordnungsamtes vor. Das müsse offiziell mit der Stadt abgestimmt werden.

Vater, Ordnungsamt und Ortsbeirat sind jetzt zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden werden kann. Bis dahin allerdings bleibe alles, wie es ist, hieße es. Das Prüfverfahren der Stadt werde mehrere Monate in Anspruch nehmen, außerdem stünden die Sommerferien vor der Tür – klassische Urlaubszeit.

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