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Erhöhung der Kita-Gebühren in Pinnow : Eltern müssen mehr zahlen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kita-Gebühren werden angehoben, nur der Zeitpunkt steht noch nicht fest

Ein Aushang in der Pinnower Kita „Petermännchen“ sorgte für Verwirrung. Damit wurde eine Erhöhung des Eltern-Anteils bei den Kita-Gebühren angekündigt. Mehr als 50 Euro mehr bei einem Krippen-Ganztagsplatz und auch knapp 27 Euro mehr bei einem Kindergarten-Ganztagsplatz. Der Aushang war wieder rasch verschwunden, die Erhöhung wurde jedoch bislang nicht umgesetzt. „Aber sie kommt“, sagt Thomas Tweer, Geschäftsführer vom Diakoniewerk „Neues Ufer“, zu dem die Pinnower Kita gehört. Denn die Entgeld-Verhandlungen mit dem Landkreis Ludwigslust-Parchim für Pinnow stehen kurz vorm Abschluss. In allen Kitas wird alle paar Jahre geschaut und nachgerechnet, wie hoch die anfallenden Kosten sind und wie diese nach dem geltenden Schlüssel zwischen Land, Landkreis, Kommune und Eltern aufgeteilt werden. Vor allem die gestiegenen Löhne führten dazu, dass die Elternbeiträge steigen – flächendeckend.

„In unseren Kitas in Retgendorf, Sukow, Crivitz und Wittenförden kam es bereits Ende vorigen Jahres zu dieser Erhöhung“, erläutert Tweer. Die Verhandlungen für Pinnow zogen sich hin, weil die Kita im vorigen Jahr umgebaut und erweitert wurde (SVZ berichtete). „Mit der Erhöhung hat diese Investition aber nichts zu tun“, betont Tweer. Vielmehr war eine Anpassung nach fast zehn Jahren stabiler Eltern-Beiträge überfällig. Und die fiel sogar geringer aus, als zu Verhandlungsbeginn Anfang 2016 prognostiziert. „Da waren wir von einer Erhöhung von 70 Euro für einen Krippen-Ganztagsplatz ausgegangen“, blickt der Geschäftsführer des Diakoniewerks zurück. Das wurde im Februar 2016 allen Eltern per Aushang avisiert, Elternvertreter wurden danach in die Verhandlungen einbezogen.

Dass es jetzt dennoch zu Unsicherheiten und Nachfragen seitens der Eltern kommt, kann Thomas Tweer nachvollziehen. Denn in der Landespolitik ist seit der Wahl im vorigen September von einer Entlastung der Elternhäuser und kostenfreier Kinderbetreuung die Rede. „Nur leider ist davon noch nichts Konkretes in Sicht“, fügt Thomas Tweer an. Und so lange das Land keine neuen Regeln nebst Finanzierung aufgestellt hat, gelten die alten.

„Wir wären schon froh, wenn wir als Kita-Träger Informationen über die Terminabfolge der geplanten Änderungen erhalten würden“, fügt der Geschäftsführer des Diakoniewerkes an. Tweer selbst hat darüber hinaus konkrete Vorschläge: „Das Land könnte schnell und unbürokratisch helfen, wenn es die Sach- und Personalkosten für die Essensausgaben übernehmen würde.“ Denn die dort gestiegenen Kosten spiegeln sich auch in den Preisen für das Essen in den Kindereinrichtungen wider. Denn auch diese Preise sind in den Häusern des Diakoniewerks Neues Ufer gestiegen.

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erstellt am 11.Apr.2017 | 16:00 Uhr

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