Teure Betreuung : Eltern müssen für Kita mehr bezahlen

Die Integrative Kindertagesstätte „Kleine Schulzen“ wurde umfassend saniert und umgebaut. Jetzt sollen die Eltern mehr als 40 Prozent mehr für einen Platz bezahlen.
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Die Integrative Kindertagesstätte „Kleine Schulzen“ wurde umfassend saniert und umgebaut. Jetzt sollen die Eltern mehr als 40 Prozent mehr für einen Platz bezahlen.

Die Arbeiterwohlfahrt und die Volkssolidarität verlangen für zwei ihrer Kindertagesstätten zum Teil deutlich höhere Beiträge

svz.de von
26. Dezember 2013, 22:00 Uhr

In zwei Kindertagesstätten in der Stadt werden die Elternbeiträge deutlich angehoben. Betroffen sind die Kita „Kleine Schulzen“ im Schulzenweg in Görries und die Kita „Mosaik“ in der Pilaer Straße in Neu Zippendorf. Die neuen Preise werden derzeit in den Ausschüssen der Stadtvertretung diskutiert.

Ein Ganztagsplatz für Krippenkinder kostete in der Kita „Kleine Schulzen“ bisher 248,60 Euro. Rückwirkend ab dem 1. November soll der Betrag auf 349,35 Euro steigen.  Ein Plus von 100,75 Euro oder 40,5 Prozent. Ebenfalls teurer wird die Betreuung im Kindergarten. Zahlten die Eltern bisher 140,40 Euro für einen Ganztagsplatz, so sollen es künftig 229,50 Euro sein – ebenfalls rückwirkend ab November 2013. Teilzeit- und Halbtagsplätze verteuern sich entsprechend.

Begründet wird der Anstieg zunächst mit den gestiegenen Betriebs- und Personalkosten. Zu Buche schlagen aber vor allem Investitionen in die Einrichtung. Hierfür hat der Awo-Kreisverband Schwerin-Parchim rund 1,8 Mio Euro aufgewendet. Aus den Investitionsmitteln des Bundes zum Krippenausbau gab es weitere 75 840 Euro. „Der Kapitalaufwand für die Sanierung schlägt sich jetzt in einer deutlich erhöhten Miete für die Einrichtung nieder, die die Awo Soziale Dienste als Mieter an den Kreisverband als Vermieter entrichten muss“, heißt es in der Begründung der Stadtverwaltung. Die Miete sollte ursprünglich bei 14,95 Euro je Quadratmeter betragen. Der Preis wurde aber vom Amt für Jugend, Schule und Sport schon auf zehn Euro je Quadratmeter herunter gehandelt.

Nicht ganz so drastisch fallen die Preissteigerungen bei der Kita „Mosaik“ aus. Die Elternbeiträge für einen Ganztagsplatz erhöhen sich von 238,30 Euro auf 265,90 Euro im Krippenbereich. Ein Plus von 27,60 Euro oder 11,6 Prozent. Die Ganztags-Kindergartenplätze kosteten bisher 116 Euro. Künftig sollen es 130,95 Euro sein. Diese Sätze will der Träger der Einrichtung, die Volkssolidarität, ab dem 1. Dezember erheben.

Begründet wird der Anstieg für die Kita „Mosaik“ mit den allgemeinen Preissteigerungen für Energie, Heizung und die Reinigung. Außerdem will die Volkssolidarität die Personalkosten, die seit drei Jahren nicht verändert wurden, schrittweise an die Tarife des öffentlichen Dienstes angleichen.

Die von der Volkssolidarität und der Awo geforderten neuen Beiträge für die Kitas werden jetzt im Jugendhilfe- und im Hauptausschuss diskutiert.

Während die freien Träger mehr für Kindergarten- und Krippenplätze verlangen, bleiben die Elternbeiträge in den Einrichtungen der städtischen Kita gGmbH im kommenden Jahr unverändert. „Wir müssen aber 2015 ran“, sagte Geschäftsführerin Anke Preuß.

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