zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

20. November 2017 | 09:01 Uhr

Ampeln in Schwerin : Eltern fordern sicheren Schulweg

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Für die Schüler im Hafen sollen in der Güstrower und der Möwenburgstraße Ampeln installiert werden – Stadt sieht keine Notwendigkeit

von
erstellt am 24.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Vor wenigen Wochen erst wurde die neue Grundschule in der Speicherstraße eröffnet und die Eltern sind bereits unzufrieden. Nicht über das Schulgebäude, wohl aber über den Weg, den die Jungen und Mädchen jeden Tag laufen müssen. „Der Schulweg ist nicht sicher genug“, sagt die Vorsitzende des Ortsbeirates Schelfstadt, Werdervorstadt, Schelfwerder, Claudia El Aaraik, die auch Mitglied in der Schulkonferenz ist. Denn viele Kinder müssen in Höhe der Güstrower Torhäuser die Straße überqueren. „Grundschüler können noch gar nicht richtig einschätzen, wie schnell ein Auto ist.“

Der Ortsbeirat und die Elternvertreter fordern deshalb, dass eine Bedarfsampel aufgestellt wird, um den Schülern das Überqueren der Straße gefahrlos zu ermöglichen. „Die Empfehlung des Verkehrsmanagements der Stadt, die Kinder könnten ja die Ampel an der Bushaltestelle nutzen, ist ein Witz.“ Kein Schüler würde 100 Meter zurück laufen, um über diese Ampel zu gehen.

Das Verkehrsmanagement hatte eine zusätzliche Ampel abgelehnt. Grundlage für diese Entscheidung war eine Verkehrszählung. Danach reichen weder die Fahrzeugzahlen noch die der Fußgänger aus, um eine Ampel zu rechtfertigen. „Die Zahlen werden von den Eltern angezweifelt“, sagt El Aaraik. Es sei zur falschen Zeit gezählt worden.

Auch in der Möwenburgstraße wünschen sich die Eltern eine Ampel in Höhe der Einmündung der Speicherstraße. Auch hier sollen die Zahlen nicht ausreichen.

„Wir werden noch einmal Zählungen vornehmen“, verspricht Oberbürgermeister Rico Badenschier. „Zu sinnvollen Zeiten und erst dann, wenn der Bürgermeister-Bade-Platz wieder frei ist und kein Umleitungsverkehr mehr durch die Möwenburgstraße fließt.“

Dass neue Ampeln aber auch aus finanziellen Gründen nicht einfach so aus dem Ärmel geschüttelt werden, macht Badenschier auch klar. Schließlich koste eine solche Anlage etwa 80 000 Euro. „Wenn überhaupt, können wir nur eine Ampel installieren, die wir an anderer Stelle nicht mehr brauchen.“ Die Fußgängerampel am Friesensportplatz wird beispielsweise nicht mehr benötigt – wenn eine Autofahrspur der Lübecker Straße zur Fahrradspur wird. Das aber wird frühestens im kommenden Jahr passieren.

Zu einem Vorschlag von Ortsbeiratmitglied Stephan Haring kann Rico Badenschier bisher gar nichts sagen. Haring möchte die Ampel Werderstraße/Schliemannstraße abbauen. „Die ist vollkommen überflüssig.“ Davon hatte der Oberbürgermeister noch nichts gehört und will das prüfen lassen.

Auf jeden Fall fordern die Eltern eine schnelle Lösung für die Schüler. „Neben der neuen Grundschule gibt es ja auch noch den Campus am Ziegelsee“, sagt Claudia El Aaraik. „Und ab Februar werden 400 Schüler der Heineschule die Schule im Hafen besuchen. Für sie alle brauchen wir einen sicheren Schulweg.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen