Elf Millionen Tonnen Kunststoff

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22. Juli 2010, 07:00 Uhr

Sacktannen | Mehr als elf Millionen Tonnen Kunststoff-Produkte hat das Schweriner Werk der Schöller Arca Systems GmbH in diesem Jahr bereits hergestellt, im gesamten Vorjahr waren es rund 14 Millionen Tonnen. Damit festigt der zu den weltweit größten Herstellern von Kunststoffbehältern zählende Betrieb seine Marktposition. Gleichzeitig werden mit neuen Erzeugnissen wie dem Kunststoff-Bierfass Keykeg und dem Großcontainer Combo neue Märkte vor allem in Asien und Amerika erschlossen.

Die aus dem ehemaligen Plastverarbeitungswerk hervorgegangene, hochmoderne Fabrik in Sacktannen war gestern Ziel des Botschafters der Niederlande, Marnix Krop, denn die Firmengruppe Schoeller Arca Systems hat ihren Hauptsitz im holländischen Zwolle. "Ich besuche gern Unternehmen in Deutschland, um mir ein authentisches Bild zu machen, vor allem aber solche, die eine Verbindung zu den Niederlanden haben", erläuterte der Botschafter den Anlass seines Besuchs. Er zeigte sich nach einem Rundgang mit Betriebsleiter Carsten Malschofsky durch die Produktionsanlagen beeindruckt von der Dimension industrieller Fertigung in Mecklenburg-Vorpommern.

Wim Zwetsloot, Personalchef der Unternehmensgruppe, hatte zunächst den Konzern in Eckdaten vorgestellt: Rund 500 Millionen Euro Jahresumsatz, mehr als 1000 Mitarbeiter an insgesamt zwölf Standorten in ganz Europa, mit Kooperationspartnern weltweit rund 5000 Beschäftigte. Hans-Joachim Wiedmann, Geschäftsführer der Schoeller Arca Systems GmbH Deutschland, betonte die herausragende Rolle des Schweriner Werks in der Unternehmensgruppe. Es sei mit derzeit knapp 200 Beschäftigten nicht nur eines der größten, sondern auch der wichtigsten, da hier eine sehr große Bandbreite an Produkten hergestellt werde.

Sie reicht von Bierkästen über Kunststoff-Paletten bis zu 1000-Liter-Transportcontainern. Durch Industrieroboter und das rollende Vier-Schicht-System können enorme Stückzahlen - beispielsweise 10 000 Bierkästen pro Tag - erreicht werden. "Im Durchschnitt produzieren wir 20 000 Artikel pro Tag", sagte Betriebsleiter Malschofski. Zu den Kunden des Unternehmens gehören die großen Autofirmen wie General Motors, Ford oder VW, Getränkehersteller wie Coca Cola, Heineken oder die Lübzer Brauerei und diverse andere namhafte Firmen aller Bereiche, etwa Bosch oder H&M.

"Dank innovativer und auf Nachhaltigkeit ausgerichteter Unternehmensstrategie können wir 12 bis 15 Patente pro Jahr anmelden. Wir haben die Softtouch-Griffe für Bierkästen erfunden, die Splitbox oder das ultraleichte Keykeg-Bierfass", erläuterte Zwetsloot. Der Konzern sei gut für die Zukunft aufgestellt und das Schweriner Werk dank Investitionen von mehr als sieben Millionen Euro in den vergangenen fünf Jahren gut auf die Herausforderungen vorbereitet. "Zur Sicherung unseres Fachkräftenachwuchses brauchen wir jedoch noch Lehrlinge", ergänzte Malschofsky.

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