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Nach Missbrauchsfällen in Schwerin : Eklat im Jugendausschuss, Brill bleibt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Vertreter von AfD, CDU, SPD, UB und Grüne verlassen aus Protest den Saal, stellen aber keinen Abwahlantrag

von
erstellt am 08.Sep.2016 | 21:00 Uhr

Die Vertreter der AfD, CDU, Grünen, SPD und Unabhängigen Bürger im Jugendhilfeausschuss verließen Mittwochabend aus Protest dessen Sitzung. Grund war eine persönliche Erklärung des Vorsitzenden Peter Brill (Linke). Als Reaktion auf Rücktrittsforderungen im Zusammenhang mit dem Fall Peter B. vom Verein Power for Kids hatte er erklärt, dass er nicht zurücktreten werde.

„Wir wollten durch unser Verlassen der Sitzung ein Zeichen unseres Misstrauens gegen den Ausschussvorsitzenden setzen“, so Lothar Gajek von den Bündnisgrünen. SPD-Fraktionschef Daniel Meslien erklärte: „Brills Weigerung ist bedauernswert. Es hätte Größe gezeigt, wenn er der Empfehlung des Sonderausschusses gefolgt wäre. Das Vertrauen in ihn ist durch sein mangelhaftes Aufklärungsverhalten verloren.“ Ähnlich äußerte sich UB-Fraktionschef Silvio Horn: „Die Weigerung von Peter Brill, Konsequenzen zu ziehen und das Amt des Ausschussvorsitzenden niederzulegen, schadet dem Ansehen der Stadt.“ CDU-Stadtvertreterin Susanne Herweg erklärte: „Mit seinem Verhalten schadet Peter Brill dem Ansehen des Ausschusses. Das Vertrauen in ihn ist nicht mehr da. Ich erwarte, dass er seine Entscheidung überdenkt.“ AfD-Vertreterin Petra Federau: „Unsere Fraktion wird zur nächsten Sitzung den Abwahlantrag gegen Brill einreichen.“

Brill selbst hatte die Vorfälle im Verein Power for Kids bedauert, verwies aber zugleich auf die langjährige gute Arbeit des Jugendhilfeausschusses unter seiner Leitung. Wer das anders sehe, könne einen Abwahlantrag stellen.





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