Groß Brütz : Einwohner legen Spielplatz an

Bereiten den Boden für das Pflanzen vor: Georg Firchau, Gesine Isbarn, Marita Firchau, Steven Wüst und Diana Sattler (v.l.) mit ihren Kindern.
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Bereiten den Boden für das Pflanzen vor: Georg Firchau, Gesine Isbarn, Marita Firchau, Steven Wüst und Diana Sattler (v.l.) mit ihren Kindern.

Helfer schaffen Tobemöglichkeiten für den Nachwuchs im Dorf

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29. März 2016, 16:00 Uhr

Sam ahnt noch nicht, dass er in den nächsten Jahren auf diesem Platz schaukeln, im Sandkasten spielen oder sich in ein Weidenhäuschen zurückziehen kann. Der Einjährige schaut seiner Mutter gelassen beim Arbeiten zu. Anders sein Bruder Aaron. Der Vierjährige hilft am Sonnabend beim Arbeitseinsatz in Groß Brütz schon fleißig mit und trägt kleine Holzreste zusammen. Er weiß: Hier entsteht ein Spielplatz, auf dem auch er bald toben kann.

„Ich bin hier im Dorf aufgewachsen. Wir hatten früher leider keinen Spielplatz“, erzählt Diana Sattler, die Mutter von Sam und Aaron. Sie wohnt heute bei Lübeck, sei aber an Wochenenden oft in Groß Brütz bei ihrer Mutter. „Ich finde es gut, dass jetzt ein Spielplatz gebaut wird. Meine Kinder sind auch Nutznießer und deshalb helfe ich gern.“

Die Spielfläche liegt in der Nähe des Bahnhofs und in der Nachbarschaft von Kleingärten. Das Land gehört der Kirche, die es an die Kleingärtner verpachtet. Doch einige Parzellen liegen seit Jahren brach. Und weil sich die Groß Brützer schon lange einen Spielplatz für ihre Kinder wünschen, „haben wir die Idee aufgegriffen“, erzählt Gesine Isbarn. Die Pastorin ist Mitglied im Sozialausschuss der Gemeindevertretung Brüsewitz und koordiniert die Arbeiten. Jetzt fand der erste größere Arbeitseinsatz statt. Der Termin am Sonnabend vor Ostern sei zwar nicht besonders günstig, weiß Gesine Isbarn, aber es ließ sich nicht anders einrichten. „Bislang war der Boden zu nass, da konnten wir keinen Bagger einsetzen. Die Fläche musste vorab aber unbedingt modelliert werden“, sagt sie. Das ist in den vergangenen Tagen erfolgt. Jetzt mussten die Weidenruten unbedingt in den Boden, damit sie noch gut anwachsen können. Das Pflanzgut hatten sich die Groß Brützer aus Cramon geholt, denn hier wurden in den Wintermonaten Kopfweiden geschnitten.

Beim Einsatz gab Anke Meixner, Spielplatzgestalterin aus Zarrentin, nicht nur Tipps, sondern schnappte sich auch selbst Ruten und half beim Pflanzen. „Wir wollen ein Weidenhäuschen und einen Weidentunnel gestalten“, erzählt sie. Deshalb wurden die Äste gleich nach dem Einpflanzen geflochten. Jetzt können sie treiben.

Zu tun gab es am Sonnabend aber noch mehr. Die Fläche musste außerdem gesäubert werden, der Unrat landete gleich im Container.

Vorgesehen ist, noch im Frühjahr die Spielgeräte aufzustellen, unter anderem sind Spielturm, Rutsche und Schaukel geplant. Die Gemeinde Brüsewitz unterstützt das Projekt mit 12 000 Euro.

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