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Zeitung für die Landeshauptstadt

20. Oktober 2017 | 06:56 Uhr

Schwerins Bürger : Eintreten für Demokratie

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Rund 60 Schweriner diskutierten mit der Initiative „Offene Gesellschaft“ über die Zukunft ihrer Stadt

von
erstellt am 24.Apr.2017 | 05:00 Uhr

Sie wollen zeigen, dass sie mit ihren demokratischen Grundüberzeugungen zur Mehrheit der Deutschen gehören: Almut Lüpken, Thomas Littwin, Hanne Luhdo, Heiko Lietz und knapp 60 andere Schweriner kamen am Sonnabend im Rathaus zusammen, um darüber zu diskutieren, wie sie leben möchten in ihrer Stadt. Die Aktion war Bestandteil der Initiative „Offene Gesellschaft“ aus Berlin. Almut Lüpken war im Internet darauf gestoßen. „Die Offene Gesellschaft bietet den Menschen die größtmögliche individuelle Freiheit bei größtmöglicher Lebenssicherheit. Keine andere Gesellschaftsform leistet das. Das möchten wir verteidigen und weiterführen“, heißt es in den Leitlinien.

Beachtliche vier Stunden Zeit hatte jeder Teilnehmer dafür eingeplant, nahm auf Kartonhockern Platz, redete sich von der Seele, was ihn bedrückte, was er sich wünschte. Zehn Diskussionsgruppen gab es, von „Jugend“ bis „Europa“, von „Religion“ bis „Wohnen“. Jugendvertreter für die Stadtteile wurden da gefordert, ebenso wie Internet in den ländlichen Regionen, die Senkung des Wahlalters und der Erhalt von vorhandener Infrastruktur. Leben möchten viele Diskutanten in themenbezogenen Gemeinschaften, zum Beispiel mit Künstlern oder in Mehrgenerationenprojekten. Sie machen sich stark für die essbare Stadt und für bezahlbare Mieten. Dennoch: Zentrale Forderungen für Schwerin sind nicht herausgekommen. Das hatte Initiatorin Almut Lüpken aber auch nicht erwartet: „Entscheidend war, miteinander ins Gespräch zu kommen“, sagt sie. „Das war vielen Schwerinern offenbar ein Bedürfnis.“ Dass bei der Premiere die Auseinandersetzungen mit Andersdenkenden gefehlt haben – weil die Andersdenkenden gefehlt haben –, räumt sie ein: „Wir werden mit der Diskussion auch in andere Stadtteile gehen müssen“, sagt die engagierte Neu-Schwerinerin. Einen Termin für eine Fortsetzung gibt es noch nicht, aber Ideen. Am 17. Juni steht eine bundesweite Aktion bei der „Offenen Gesellschaft“ an: Unter dem Motto „Gemeinsam tafeln für die Welt“ sollen Nachbarn, Freunde und Fremde zusammen essen, debattieren, feiern und zeigen, welches Land Deutschland sein will und kann. Schweriner wollen mitmachen.

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