Friedrichsruher beim Trecker Treck : „Einer muss den Job ja machen“

Auch das Pfingstwochenende wird Carsten Bayer im dem Frontlader verbringen. Allerdings nicht im Zietlitzer Kieswerk Otto Dörner, sondern im Banzkower Neddelrad.
Auch das Pfingstwochenende wird Carsten Bayer im dem Frontlader verbringen. Allerdings nicht im Zietlitzer Kieswerk Otto Dörner, sondern im Banzkower Neddelrad.

Maschinenführer aus Friedrichsruhe sorgt für glatte Bahn beim Trecker Treck

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02. Juni 2017, 12:00 Uhr

Die 23 Tonnen manövriert Carsten Baier sichtlich spielerisch zwischen den großen Kiesbergen hin und her. Was so manchem Laien die Angstschweißperlen auf die Stirn treiben würde, ist für den 38-Jährigen Alltag. Zwar kein schnöder, aber ein durchaus routinierter. Denn seit nunmehr 13 Jahren lenkt der Maschinenführer große und auch schwere Technik. Im Kieswerk Otto Dörner ist er seit elf Jahren. Die meiste Zeit verbringt Baier im Radlader. Die gut zwei Meter breite Schaufel fasst allein 4,5 Kubikmeter – den Inhalt von 20 gefüllten Badewannen.

Carsten Baier mag seinen Job. So sehr, dass er selbst an freien Wochenenden nicht auf sein Dienstfahrzeug verzichtet. „Na gut, ganz so ist es nicht“, beschwichtigt er und stellt klar: „Die Zeit mit der Familie ist wunderbar, da genieße ich jede gemeinsame Minute.“ Und dennoch wird er an diesem Wochenende, wenn kein Dienst im Kieswerk auf dem Plan steht, im Frontlader sitzen. Denn seit nun schon drei Jahren sorgt Carsten Baier beim Trecker Treck im Banzkower Neddelrad für eine glatte Bahn. Es ist wohl mit der ödeste Job bei diesem sonst so spannenden Spektakel. Denn während die Landwirte, Traktor-Freunde und diesmal auch Brummi-Fahrer um jeden Zentimeter auf der Sandbahn gegen den Schleppwagen kämpfen, fährt Carsten Baier immer die gleiche Strecke auf und ab. Gerade einmal 80 Meter ist die Sand-Trasse lang, die es nach jedem Start glatt zu ziehen gilt. Und der Maschinenführer weiß, dass das gar nicht so einfach ist. „Die Starter sollen alle die gleichen Bedingungen haben. Da ist Fingerspitzengefühl gefragt“, sagt der 38-Jährige.

Am Pfingstwochenende wird er die meiste Zeit im Fahrerhaus der orangefarbenen Mega-Maschine sitzen. Doch der Familienvater versichert: „Langweilig ist es wirklich nicht. Denn ich habe einen guten Überblick über das ganze Geschehen.“ Auf die Frage, warum er das Amt übernommen hat, hat der Friedrichsruher eine knappe Antwort: „Einer muss den Job ja machen“, sagt er und lacht. Carsten Baier lässt dabei aber nicht unerwähnt, dass er die familiäre Atmosphäre sehr schätzt. „Die Organisation ist super, die Leute wirklich sehr nett.“ Sein Rezept gegen Müdigkeit: Kaffee – bis zu zwei Liter würde er pro Tag brauchen.

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