Gelungene Premiere : Eine Woche kulturelle Vielfalt

Attraktive Tänzerinnen: Die „Sternchen“ vom Verein Kontakt zeigten am Südufer des Pfaffenteichs ihr Können.  Fotos: Klawitter
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Attraktive Tänzerinnen: Die „Sternchen“ vom Verein Kontakt zeigten am Südufer des Pfaffenteichs ihr Können. Fotos: Klawitter

Premiere rund um den Pfaffenteich funktionierte: Kunst im öffentlichen Raum muss nicht teuer sein, um Zuschauer zu begeistern

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14. Juli 2014, 14:00 Uhr

Es hat zugegebenermaßen noch nicht alles perfekt geklappt bei der Premiere der Kulturwoche rund um den Pfaffenteich. Aber dafür, dass die Idee erst vor wenigen Wochen geboren worden war, wurde die Woche ein voller Erfolg. Sie zeigte, dass Kulturmacher und Unternehmen bereit sind, gemeinsam die kulturelle Vielfalt zu präsentieren und damit tausende Besucher zu begeistern. Jetzt gelte es, so die Veranstalter von der Stadtmarketing-Gesellschaft und dem Staatstheater, die Vernetzung von Wirtschaft und Kultur, von Vereinen und Schulen nachhaltig zu machen. Lust auf mehr hat die Woche allemal gemacht, die am vergangenen Montag mit einer Lesung am Südufer begonnen hatte und mit einem regionalen Manufakturenmarkt auf dem Hinterhof des E-Werks am Sonntag endete.

Und die Woche hat gezeigt, dass Kultur weitaus mehr sein kann als beeindruckende Vorlesungen, öffentliches gemeinsames Singen, laut bejubelte Tanzvorführungen wie von den Vereinen Kontakt und Kuljugin oder begeisternde Musikprogramme wie beispielsweise am Freitagabend von Blues Horizon, die statt vereinbarter drei Konzertstunden gleich zwei weitere zur Freude des Publikums anhängten. Puppentheater, Straßentheater, gemeinsames Malen, Filmvorführungen, ja sogar Bildung lockten Gäste. Die Fachhochschule des Mittelstandes stellte den Tag der offenen Tür ganz ins Zeichen der rund 60 Chinesen, die sich am Baltic College nach ihrem Abitur ein Jahr lang auf das Studium in Deutschland vorbereiten. Sie zeigten Kalligrafie, Spiele, erklärten Historie und Mode, servierten Tee und luden zum Majong-Spiel ein. Ebenso entspannt und informativ ging es beim Manufakturenmarkt zu. Ausschließlich Kunsthandwerker der Region zeigten und verkauften ihre Arbeiten. Und die waren eben solche, die man nicht von herkömmlichen Märkten kennt – so wie die Gewandmacherin, die Kragen und Kapuzen herstellt, oder ein junger Mann, der Taschen näht. Christian Karius hat sich mit seiner Firma (www.redrebane.de) gerade selbstständig gemacht. Fahrradtaschen waren ihm immer von zu schlechter Qualität. Also lernte er das Nähen und Materialkunde und fertigt jetzt selbst. Der Markt kann – wie die beliebten Liegestühle – zum Markenzeichen der Kulturwoche werden, die hoffentlich bald eine Zweitauflage erfahren darf.

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