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Schweriner Perspektiven : „Eine wachsende Großstadt“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Industrie- und Handelskammer legt Zukunftsbild für Schwerin für das Jahr 2030 vor und hofft auf eine breite Diskussion

„Hunderttausend plus“ heißt das Zukunftsbild, das die Industrie- und Handelskammer für Schwerin erarbeitet hat und das von der Vollversammlung der Kammer beschlossen wurde. „Wir wollen Perspektiven aufzeigen“, sagt IHK-Geschäftsführer Siegbert Eisenach. Deshalb hat die Kammer neben der aktuellen Positionsbeschreibung auch ihre Vision für 2030 dargestellt und das Papier allen OB-Kandidaten übergeben.

„Hunderttausend plus“ soll die Zielvorgabe dafür sein, dass Schwerin wieder Großstadt wird. So weit ist die Landeshauptstadt davon gar nicht entfernt. Allein 2015 gewann Schwerin 2000 neue Bewohner und liegt aktuell bei einer Einwohnerzahl von 98 000, wie Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow berichtete.

„Wir brauchen aber vor allem eine überregionale Wahrnehmung und ein Selbstbewusstsein, das zu einer Landeshauptstadt passt“, sagt Eisenach. „Und eine Hochschule. Und Internationalität“, schwärmt der Geschäftsführer. Ausländische Fachkräfte sollen 2030 nach Schwerin strömen, ebenso Touristen aus aller Welt, im Gegenzug sind Produkte aus Schwerin weltweit gefragt. Ein bisschen träumen ist erlaubt.

Doch die IHK sieht ihr Zukunftspapier überhaupt nicht als unerfüllbare Vision. Ganz im Gegenteil. „Es wird hoffentlich eine breite Diskussion geben“, sagt Eisenach. „Wir müssen lernen, die vielen Potenziale unserer Stadt zu nutzen. Dafür müssen wir zuerst Schwerin als Wohn-, Arbeits-, Ausbildungs- und Investitionsstandort mit mehr als 100 000 Einwohnern denken.“

Das Zukunftsbild Schwerins ist beeindruckend, das die IHK aufzeigt: Ganz Westmecklenburg mit Schwerin als leistungsstarkem Oberzentrum bietet in der Metropolregion ein Ticket für den HVV-Verbund. So kann mit demselben Anbieter vom Marienplatz zum Hamburger Hauptbahnhof gefahren werden. Und jede Menge Hamburger kommen zu Kunst und Kultur nach Schwerin.

Durch die gute Kooperation aller Behörden in der Metropolregion können Behördengänge auch problemlos am Arbeitsort erledigt werden. Die Schulwahl ist über Ländergrenzen hinweg möglich.

Auch ist Schwerin 2030 ein überregional bekannter Wirtschaftsstandort. Es gibt Forschungs- und Entwicklungszentren und innovative Produkte, die national wie international gefragt sind. Es gibt Gewerbegebiete für die Kreativszene, die Gesundheitswirtschaft und den IT-Bereich. Berufsorientierung in den Schulen wird von den Unternehmen gefördert und durch Praxis unterstützt.

Und die Landeshauptstadt ist in 14 Jahren international angebunden. Der ICE hält hier, in weniger als einer Stunde sind die internationalen Flughäfen Hamburg, Parchim und Rostock erreichbar. Die Elektro-Buslinie 200 verkehrt kostenfrei in der gesamten Urlaubsregion rund um Schwerin.

Studenten aus aller Welt beleben das Stadtbild. Die Hochschulen der Stadt arbeiten eng mit der Wirtschaft zusammen. Schulen und Berufsschulen sind auf dem neuesten Stand der Technik.

Schwerin ist Welterbestadt, die zweite Buga war ein großer Erfolg. Veranstalter reißen sich um Schwerin. Die Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt wird vorbereitet.

In einem Welcome-Center gibt es Ansprechpartner für alle Fragen von Arbeitsplatz über Kita bis Zoo-Besuche. Die Stadt ist barrierefrei. Bauland und Mietwohnungen sind bezahlbar.

Die Kraft, die hinter all diesen Ideen steht, ist beachtlich: Zur IHK Schwerin gehören 25 000 Unternehmen.

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erstellt am 23.Jul.2016 | 05:00 Uhr

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