Schwerin : Eine süße und bittere Woche

Juni 2013 – die erfolgreiche Bewerbung als Fair-Trade-Stadt ging auf den Weg: Die damalige Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (l.), Vize-Stadtpräsidentin Gerlinde Haker und Gäste aus Tansania brachten mit der kleinen Anna die Unterlagen zum Briefkasten.
Juni 2013 – die erfolgreiche Bewerbung als Fair-Trade-Stadt ging auf den Weg: Die damalige Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (l.), Vize-Stadtpräsidentin Gerlinde Haker und Gäste aus Tansania brachten mit der kleinen Anna die Unterlagen zum Briefkasten.

Nachhaltigkeit in der Landeshauptstadt – heute: Schwerin ist seit fünf Jahren Fair-Trade-Stadt

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16. Juli 2018, 23:41 Uhr

Eine Plastiktüte für den Einkauf gibt es nicht mehr kostenfrei, immer mehr Bio-Produkte sind in den Regalen der Supermärkte zu finden, vermehrt werden erneuerbare Energien genutzt und auf Plastikmüll verzichtet – Nachhaltigkeit ist angesagt, auch in Schwerin. Second-Hand-Geschäfte verkaufen Möbel und Kleidung aus zweiter Hand, der Weltladen in der Puschkinstraße bietet Fair-Trade-Produkte aus aller Welt an, immer mehr Häuser werden in der Landeshauptstadt nach ökologischen Prinzipien gebaut und in einigen Lebensmittelläden in der Innenstadt wird Bio ganz groß geschrieben. Doch wie fair ist Schwerin wirklich?

Seit fünf Jahren ist Schwerin ganz offiziell Fair-Trade-Stadt, die 196. in Deutschland. Alle zwei Jahre wird der Titel erneuert, immer noch erfüllt die Stadt die dafür nötigen Anforderungen. Fair-Trade-Produkte sind inzwischen bei vielen Ketten wie Supermärkten, Drogerien oder Restaurants zu finden, es gibt einen entsprechenden Ratsbeschluss von 2012 und die geforderte Steuerungsgruppe organisiert öffentliche Aktionen und kümmert sich um die Berichterstattung in den Medien. Außerdem werden in öffentlichen Einrichtungen Produkte aus fairem Handel angeboten. Der Kaffee bei der IHK zum Beispiel ist fair gehandelt, das Fridericianum ist seit 2014 eine Fair-Trade-Schule.

Die Steuerungsgruppe rund um Ralf Göttlicher vom Verein „Eine Welt Schwerin“ und die Citymanagerin Sabine Steinbart organisieren auch die Schweriner Teilnahme an der Fair-Trade-Woche im September. Die Schweriner Höfe sind Partner und zentraler Austragungsort der Aktionswoche vom 17. bis zum 29. September. Im Tabakhof können Besucher sich in der Ausstellung „Süß und bitter“ über den süßen Genuss und die bittere Wahrheit von Schokolade informieren, im Laden Nr. 17 gibt es zusätzliche Informationen, Vorträge und am 26. September einen Filmabend.

Neben der Woche um fairen Handel gibt es noch zahlreiche andere Veranstaltung in der Stadt, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Dazu zählt auch der Tag der Elektromobilität, den die Landeshauptstadt, die Industrie- und Handelskammer und die Handwerkskammer Anfang des Monats zum siebten Mal organisiert hatten. Auf dem Marktplatz konnten sich die Besucher über Elektroautos, Lade- und Speicherlösungen informieren und Elektroroller und E-Bikes testen.

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