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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. November 2017 | 18:00 Uhr

Protest : „Eine Schwimmhalle ist zu wenig“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

SVZ-Leser kritisieren, dass es demnächst nur noch eine Bademöglichkeit an der Schwendtnerstraße gibt

In wenigen Tagen ist es so weit. Am 29. Januar wird um 16 Uhr die neue Schwimmhalle auf dem Großen Dreesch eröffnet. Schon zuvor, am 25. Januar, ist letzte Gelegenheit für die Bevölkerung, in der Lankower Schwimmhalle ins Wasser zu steigen. Zwar können Vereine die Halle am Fliederberg dann noch bis zum Ende der Winterferien nutzen – doch dann kommen die Abrissbagger.

Schon seit Jahren wird über die Schweriner Schwimmhallen diskutiert. Sanieren, abreißen, neu bauen – viele Varianten wurden abgewogen, befürwortet und wieder verworfen. Jetzt sind mit dem von der Stadtvertretung beschlossenen Neubau an der Bernhard-Schwentner-Straße Tatsachen geschaffen. Doch die Debatten reißen auch bei den SVZ-Lesern nicht ab.

Karl-Heinz Fehrmann ist der Meinung: „Die neue Schwimmhalle reicht nicht aus, weil gleichzeitig die Lankower Halle schließt und die Halle in Stern Buchholz, warum auch immer, nicht genutzt werden kann.“ Außerdem bedauert der SVZ-Leser, dass „die neue Halle wieder nicht behindertengerecht ist. Die steilen Einstiege im Schwimmerbecken sind für Ältere und Menschen mit Behinderungen nicht zu schaffen“. Fehrmanns Fazit: „Also bleibt weiterhin wohl nur das Wonnemar in Wismar.“

Ähnlich sieht es Oliver Bergmann. „Der Bedarf an Bademöglichkeiten ist in Schwerin durch die neue Halle auf dem Großen Dreesch nicht gedeckt.“ Für knapp 100 000 Einwohner sei es ein „bissel wenig, nur eine Schwimmhalle zu haben. Kinder, die das Schwimmen erlernen wollen und zum Feierabend Erwachsene, die gerne eine oder zwei Stunden zum Ausklang nach der Arbeit ein paar Bahnen schwimmen wollen – wie soll das jetzt möglich sein, bei nur einer Halle?“ Außerdem, so Bergmann, sei es für die Bewohner von Lankow oder der Weststadt viel zu beschwerlich, auf den Dreesch zu kommen.

„Es war in der Vergangenheit schon kaum möglich, die Chance zur Wassergymnastik zu haben, aber das wird in Zukunft, trotz der hohen gesundheitlichen Wertschätzung, wohl gar nicht mehr
möglich sein“, zweifelt Nils Schummer. „Und mit der Sauna sieht es ja wohl ähnlich aus“, sagt der Lankower.

Auch Dorina Dräger bedauert, dass in die neue Schwimmhalle keine Sauna eingebaut wurde. „Ich habe gehört, dass die technischen Anlagen für die Inbetriebnahme einer Sauna gelegt worden sind. Es bestünde also die Möglichkeit, dort auch noch im Nachgang eine Sauna einzubauen. Wenn Sie jetzt schreiben, dass für eine Sauna das Geld nicht reicht, finde ich sehr schade, dass bei der Planung nicht gleich zu Beginn eine Sauna mit eingeplant wurde.“ Die Schwerinerin fragt dagegen: „Aber zwei Schwimmbecken, sind diese wirklich nötig?“

Das Urteil von Dieter Lohmann über die neue Schwimmhalle fällt eindeutig aus: „Noch nicht eröffnet, aber schon zu klein.“ Für Urlauber, die ihren Ferienort danach aussuchen, ob es eine Bademöglichkeit gibt, sei das Bad der „falsche Anreiz“. „Die Schwimmhalle ist für Schwerin beschämend, aber fürs Rentnerschwimmen wirds schon reichen. Man kann auch am falschen Ende sparen.“

Und etliche SVZ-Lesern haben den gleichen Wunsch wie Oliver Bergmann: „Man sollte dann noch nicht gleich Lankow abreißen, vielleicht findet sich doch noch ein Investor, der für einen Euro und mit einem guten Konzept diese Halle kauft.“ Und Ulrich Haesener schreibt: „Die Lankower Schwimmhalle sollte erhalten bleiben. Es bleibt dabei: Die Stadtvertretung hat eine Fürsorgepflicht gegenüber den Bürgern.“





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