Schwerin : Eine Reise durch die Zeit

Dampflok 91 134 kommt bei Sonderfahrten zum Einsatz. Stolz zeigt sie Museumssprecher Klaus-Dieter Voß.
Dampflok 91 134 kommt bei Sonderfahrten zum Einsatz. Stolz zeigt sie Museumssprecher Klaus-Dieter Voß.

Schweriner Schätze von Kunst bis Technik – heute: das Mecklenburgische Eisenbahn- und Technikmuseum

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14. März 2018, 08:00 Uhr

Der Tempel der Musen, der Schutzheiligen der Künste. Die griechische Herkunft des Wortes Museum – „mouseion“ – ehrt bereits eindrucksvoll die Kunst, die den Besucher im Inneren erwartet. Der Pariser Louvre oder das Guggenheim in New York gehören zu den bekanntesten Museen der Welt. Doch wer eindrucksvolle Sammlungen sehen möchte, wird auch in den Schweriner Museen fündig. Heute: das Mecklenburgische Eisenbahn- und Technikmuseum.

Wer ins Museum kommt, findet sich direkt in einem Warteraum der Bahn wieder. Wäre er in Betrieb, könnte der Besucher hier nun am hölzernen Schalter eine Fahrkarte kaufen. Doch auch ohne Ticket: Die Reise durch die Zeit kann losgehen. Im Museum lassen sich Lokomotiven besichtigen. Sogar ein Blick in und aus dem Führerstand einer Lok ist möglich. Historische Technik wird gezeigt und mit Schautafeln erläutert. Sei es Telefontechnik, Signaltechnik oder die Funktionsweise eines mechanischen Stellwerks. „Die meisten unserer Ausstellungsstücke sind aus Zeiten der Deutschen Reichsbahn“, sagt Pressesprecher Klaus-Dieter Voß.

Die älteste gezeigte Dampflok ist die 91 134 aus dem Jahre 1898. Sie kommt bei Sonderfahrten zum Einsatz. Derzeit müsse durch den Träger-Verein Mecklenburgische Eisenbahnfreunde aber erst die Hauptuntersuchung von historischen Personenwagen finanziert werden, bevor zur Fahrt eingeladen werden könne. „Wir hoffen, dass die Anhänger bis Ende des Jahres betriebstüchtig sind“, sagt Voß.

Beim Rundgang durchs Museum lassen sich zahlreiche Berufe durch lebensgroße Puppen entdecken. Ein Fahrdienstleiter ist zu sehen, der im Stellwerk mittels Hebeln die Weichen richtig stellt. Und auch DDR-Alltag lässt sich miterleben. So wird zum Beispiel Geschirr vom einstigen Speisewagenbetreiber Mitropa gezeigt.

Geöffnet ist das Museum jeden letzten Sonnabend im Monat von 10 bis 17 Uhr. Gruppen erhalten bei Bedarf Sonderführungen. Ein kaputter Boiler sorgte kürzlich für einen Brand im Aufenthaltsraum des Vereins (SVZ berichtete). Die Renovierung ist in vollem Gange, die Ausstellung aber komplett zugänglich.

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