Wir in Lübstorf : Eine Klinik, die auch der Gemeinde gut tut

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AHG-Haus ist größter Arbeitgeber in Lübstorf und fester Bestandteil im Dorf

svz.de von
29. November 2015, 18:14 Uhr

Menschen mit Depressionen, Angststörungen und Zwangserkrankungen. Menschen, die süchtig nach Alkohol, Drogen oder dem Computer sind – sie alle finden und bekommen Hilfe in der AHG Klinik Schweriner See. Doch die Klinik tut nicht nur den jährlich rund 1100 Patienten gut, die sich in den Bereichen Psychosomatik oder Abhängigkeitserkrankungen behandeln lassen. Auch die Gemeinde profitiert von der Einrichtung, die sich vor 21 Jahren in Lübstorf niedergelassen hat.

Dort, wo die Landschaft leicht hügelig ist und das Wasser des Schweriner Sees an sein Westufer schwappt, da steht die Klinik. Vor zwei Jahrzehnten, als sie gebaut wurde, da gab es im Dorf nicht nur hinter vorgehaltener Hand Vorbehalte gegen eine Klinik für Suchtkranke. Sicher, so eine Einrichtung sei wichtig, sagten sie im Dorf. Aber direkt bei uns  ? Ob das wohl gut geht  ? „Ja, es geht gut“, sind sich Lübstorfs Bürgermeister Michael Gräning und Klinik-Chefarzt Thomas Fischer einig. „Die Klinik ist mit ihren rund 180 Mitarbeitern nicht nur der größte Arbeitgeber im Dorf. Auch Frisör, Bäcker, Supermarkt oder Hotel profitieren davon. Und der Nahverkehr“, weiß der Bürgermeister. Zudem habe die Klinik die Kita finanziert, die Kinder von Angestellten und Patienten der Klinik sowie aus dem Ort besuchen. „Dadurch“, so Gräning, „hat die Gemeinde viel Geld gespart“.

Für Chefarzt Dr. Fischer steht fest: „In Lübstorf haben wir einen idealen Standort gefunden.“ Die Akzeptanz in der Bevölkerung, die sei ganz schnell da gewesen. Wie sonst sei es zu erklären, dass sich zum Tag der offenen Tür immer 1000 Gäste und mehr die Einrichtung anschauen wollen, Blicke in die Schwimmhalle oder Turnhalle, in die Tischlerei oder Diätküche werfen. Und dann hilft auch die freiwillige Feuerwehr mit, um Parkplätze zuzuweisen. „Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde klappt gut“, sagt Dr. Fischer.

Offen ist die Klinik aber auch an anderen Tagen für Besucher. Wenn wieder einmal Künstler aus der Region ihre Bilder oder Fotos zeigen oder Autoren wie Stephan Thome, Nicki Pawlow oder Hubertus Meyer-Burckhardt aus ihren Büchern lesen. Und es gibt auch noch den jährlichen Mini-Triathlon, der parallel zu einem Symposium an der Klinik gestartet wird. Wer will, kann mitmachen. Viele wollen. Berührungsängste. Die sind längst vorbei.

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