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Neue Adressen in Görslow : Eine Gemeinde – eine Postleitzahl

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Für alle Görslower Haushalte und Firmen gilt seit Jahresbeginn die Anschrift 19067 Leezen

von
erstellt am 25.Jan.2017 | 16:00 Uhr

Sie sind gar nicht umgezogen, dennoch haben alle Görslower Einwohner, Betriebe und Institutionen eine neue Adresse: Seit Neujahr lautet die Anschrift nicht mehr 19065 Görslow, sondern 19067 Leezen, Ortsteil Görslow. Postalischer Nachvollzug nennt sich das Ganze in der Beamtensprache. „Wir passen die Postleitzahlen den politischen Strukturen an“, übersetzt Post-Pressesprecher Martin Grundler. Die Post setze damit einen Erlass aus dem Schweriner Innenministerium, nachdem es eindeutige Adressen geben soll, um Verwechselungen auszuschließen. Gerade nach Gemeindefusionen gibt es da Abweichungen. Aber auch alte Fälle – wie bei Leezen und Görslow – werden nun bereinigt. Die Einführungen der Postleitzahlen erfolge nach und nach sowie in Abstimmung mit den betroffenen Gemeinden, betont Grundler.

Dass nun Görslow an der Reihe ist, haben die Betroffenen im Dezember erfahren. Da informierte die Post per Wurfzettel über die Neuregelung. „Nur dass wir zu diesem Zeitpunkt schon in Weihnachtsferien waren und daher am 2. Januar völlig überrascht wurden“, erzählt Simone Mehlhorn, Chefsekretärin beim Landesanglerverband mit Sitz in Görslow. Alle 600 Anglervereine in MV oder gar deren 44 000 Mitglieder direkt zu informieren, das sei nicht möglich, betont Pressesprecherin Claudia Thürmer. Aber inzwischen sind 160 Briefe an die Kreis- und Regionalverbände rausgeschickt“, ergänzt Mehlhorn. „Mit der Bitte, unsere neue Adresse zu berücksichtigen und die eigenen Mitstreiter davon in Kenntnis zu setzen.“ Auch im Internet steht nun die neue Anschrift – ebenso auf Briefköpfen, Stempeln, Visitenkarten. „Wir haben jeden Tag etwas Neues entdeckt, wo die Adresse drauf steht“, erzählt Claudia Thürmer. Dass das neue Jahr so mit einem Kraftakt startete, stört Simone Mehlhorn nicht so sehr wie der Fakt, dass „viel Altpapier“ produziert wurde. Allein 3000 leere Briefbögen mussten wir wegschmeißen“, fügt die Chefsekretärin hinzu. Von den 40 bis 60 Briefen, die pro Woche beim Landesanglerverband eintreffen, steht auf den meisten noch die alte Postleitzahl. Mehlhorn sieht darin aber kein Problem: „Unsere Zustellerin weiß genau, wer wir sind und wo wir zu finden sind. Das ist ein großes Plus.“

Auch in der Schweriner Außenstelle für die Stasi-Unterlagen läuft die Adressen-Umstellung. „Da bei uns das Meiste über die Computer läuft, ging das relativ schnell und problemlos“, sagt Andrea von Malottki, stellvertretende Außenstellenleiterin. „Wir hatten auch nur wenige ausgedruckte Briefbögen oder Antragsformulare liegen“, fügt Christine Schneider von der Poststelle des Haues hinzu. „Wir stellen die Unterlagen immer ganz persönlich nach den Anträgen zusammen.“ Seit Jahresbeginn gehen alle Schreiben mit der neuen Anschrift raus. Beim Rücklauf nehmen die Leute die Adresse, die sie auf den Formularen finden. Und innerhalb der Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen wurden alle Stellen über die Adressänderung von Görslow informiert.

Auf diesen Austausch setzt auch die Post. „Die Bürger und Firmen geben die Adressänderung sicher ihren Korrespondenzpartnern durch“, so Grundler. In der Anfangszeit werden die Sendungen auch noch mit der alten Postleitzahl zugestellt. Darüber hinaus müssen die Bürger ihre Ausweispapiere im Amt Crivitz ändern lassen. Das geht relativ problemlos – mit Aufklebern.

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