Schweriner Kulturgarten : Eine Garten-Oase im Hinterhof

Gemeinsam im Schweriner Kulturgarten werkeln Constanze Oehlrich, Heike Stegmann und Merle Hammoumi mit Kjell (v.l.).
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Gemeinsam im Schweriner Kulturgarten werkeln Constanze Oehlrich, Heike Stegmann und Merle Hammoumi mit Kjell (v.l.).

Schweriner Kulturgarten zeigt sich beim Tag der offenen Tür in voller Pracht

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22. Mai 2017, 12:00 Uhr

Hinter Mehrfamilienhäusern an einer Hauptstraße offenbart sich eine wahre grüne Oase in Schwerin: der Kulturgarten. Saftiges Grün, wohin das Auge auch blickt, erwartet die Besucher. Kinder toben über die Wiese und spielen im Unterholz.

Beim dritten Tag der offenen Tür des Gemeinschaftsgartens nutzten die Schweriner das warme Frühlingswetter am Sonnabend und stöberten im Gewächshaus nach Jungpflanzen für den eigenen Garten. Die Kinder spielten im Sandkasten oder bastelten aus leeren Tetra Paks kleine Gefäße, die sie auch gleich bepflanzen konnten.

Seit April 2013 betreiben knapp 20 Ehrenamtliche die große Grünfläche im Hinterhof der Wismarschen Straße, pflanzen Gemüse und Kräuter an und ernten Kartoffeln, Mangold oder auch Erdbeeren. „Ich habe Rübstielchen angepflanzt, das kenne ich aus meiner Heimat, dem Rheinland“, erzählt Heike Stegmann. Sie ist Mitglied im Vorstand und kümmert sich außerdem um ein ganz besonderes Projekt. „Der Garten war früher der Zentralschulgarten, und wir möchten, dass er das wieder wird.“ Dafür habe der Verein Fördergelder beantragt. Im vergangenen Jahr waren bereits einige Klassen und Kindergartengruppen im Kulturgarten, das soll auch in diesem Jahr so weitergehen.

Entstanden sei der Garten aus einer Verkettung von Umständen, berichtet Katharina Bergmann-Weu. Sie ist von Anfang an dabei, kümmert sich um das Bienenvolk. „Durch gute Verbindungen zur Stadt konnten wir damals die Verantwortlichen von unserer Idee eines Gemeinschaftsgartens in Schwerin überzeugen und die Fläche von der Stadt pachten.“

36 Beete müssen gepflegt und bepflanzt werden. Die Mitglieder des Vereins übernehmen dabei eine Patenschaft für einzelne Beete, ernten dürfen aber alle überall. „Dabei legen wir besonders viel Wert auf die Bodengesundheit. So verwenden wir keinen Kunstdünger und lediglich ökologisches Saatgut“, erklärt Heike Stegmann. Auch besondere Pflanzen wie Neuseeländischer Spinat finden sich im Kulturgarten, ebenso wie Obstbäume und ein Teich.

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