Großes Fest in Warsow : Eine ganze Gemeinde auf der Straße

Der Festumzug war der Höhepunkt bei der Warsower Jubiläumsfeier: Der Wagen zur Schulgeschichte und der der Fußballer gehörten zu den schönsten.  Fotos: mett
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Der Festumzug war der Höhepunkt bei der Warsower Jubiläumsfeier: Der Wagen zur Schulgeschichte und der der Fußballer gehörten zu den schönsten. Fotos: mett

Gleich drei Jubiläen wurden gemeinsam gefeiert: Ersterwähnung vor 800 Jahren, 80 Jahre Feuerwehr und 20 Jahre Sportverein

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12. Juni 2017, 08:00 Uhr

So ein großes Fest hat es seit Jahren in Warsow nicht mehr gegeben. Und die etwa 650 Einwohner aus der gesamten Gemeinde hatten auch dreifach guten Grund zu feiern. Vor 800 Jahren wurde das Hauptdorf der Gemeinde erstmals erwähnt. Vor 80 Jahren gründete sich die freiwillige Feuerwehr. Und vor 20 Jahren schlossen sich die Sportler in einem Verein zusammen. Aus diesem Grund waren am Sonnabend hunderte Warsower und Gäste auf den Straßen des Dorfes zu finden. Wer sich nicht in den Umzugs-Tross einreihte, stand vor der Haustür oder an der Straße, um das bunte Spektakel hautnah zu erleben.

Die undankbarste Aufgabe dabei kam fünf Mitstreitern aus der Seniorengruppe zu: Sie mussten als Juroren den schönsten Wagen küren. Zwischen Feuerwehr- und Landtechnik aus verschiedenen Epochen gab es nämlich auch elf Festwagen. Familien, Straßenzüge, Vereine, der Jugendklub – jeder, der wollte, konnte mitmachen. David Morenscheit präsentiert sich als Kleinkind. Der 33-Jährige wollte zeigen, dass Warsow ein junges Dorf ist. Michael Kroeplin machte sich hingegen älter, als er ist: Der 46-jährige Familienvater präsentierte sich als der alte Holzmichl: „Ich mache unser Brennholz selbst, so kam ich auf die Idee.“ Vielfalt war Trumpf bei diesen Schaubildern. Daher war es für die Jury auch nicht leicht, die schönsten drei Wagen zu präsentieren. Und das Votum fiel salomonisch aus: Vier Präsente wurden vergeben statt der geplanten drei. Den Sudenmühlern wurde für ihren mit Eichenlaub geschmückten Wagen Rang eins zugesprochen. Im Dorf- und Jugendclub hatten die jungen Warsower lange an ihrem Wagen gebastelt – Rang zwei war der Lohn. Der ging aber auch an die Familien Hoffart, Dahl und Lasanske: Sie erinnerten an die Schulgeschichte in Warsow. Die endete 1984 mit dem Neubau der Schule in Pampow und dem Umzug der Schüler dorthin. Mit auf dem Wagen waren auch zwei ehemalige Lehrer: Ingrid und Helmut Lasanske. Bunt, fröhlich und lautstark kamen vor allem die Fußballer vom SV Warsow daher Ihr Wagen schaffte es deswegen auch aufs Treppchen. Der Umzug war der Höhepunkt des Festes. Markttreiben, Ausstellungen, ein Rummel, ein Konzert in der Kirche und mehr rundeten die Angebote an den vier Feiertagen ab.

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