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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. November 2017 | 12:31 Uhr

Hut Ab : Eine Freundin der Kultur

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Katrin Hill wollte mehr für das Gemeinschaftsgefühl in ihrem Heimatort Wittenförden tun und gründete dafür eine Gruppe

svz.de von
erstellt am 17.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Mit 16 Jahren ging es für ein Jahr von Wittenförden in die USA. In der Heimat machte sie ihr Abitur, dann packte sie wieder der Drang, in die weite Welt zu fahren: Südafrika, Chile, Neuseeland. Katrin Hill hat mit ihren jungen 31 Jahren schon einige Flecken auf der Erde gesehen. Doch am Ende verschlug es sie der Liebe wegen wieder vor die Tore Schwerins: nach Wittenförden.

Doch Katrin Hill wäre nicht die engagierte und hilfsbereite Person, die sie ist, wenn die selbstständige Unternehmerin einfach still und heimlich im rund 2750 Einwohner großen Ort wohnen würde. „Um das Gemeinschaftsgefühl in Wittenförden ein wenig zu stärken, wollte ich etwas tun. Und da es bereits Vereine im Bereich der Feuerwehr, Schützen und des Sports gibt, wollte ich auch für andere Gruppen etwas anbieten“, erklärt Katrin Hill. Und so entstanden die „Freunde der Kultur“ in Wittenförden – eine Gruppe, kein Verein, wie Hill betont. Der Name entstand, weil er „schön klingt“.

Anfangs noch mit etwas schleppender Beteiligung, sind es nun sieben bis zehn Engagierte, die regelmäßig an den Treffen teilnehmen und sich an der Gruppe beteiligen. „Es ist zwar viel Organisation, aber es macht wirklich Spaß, sich immer wieder Aktionen für das Dorf auszudenken“, erklärt die Mutter einer zweijährigen Tochter, die sich neben ihrer Selbstständigkeit im Marketing-Bereich, meistens abends hinsetzt und für die ehrenamtliche Tätigkeit plant.

Dabei haben die Kulturfreunde schon einiges auf die Beine gestellt: Vorträge über ferne Länder, gesellige Nachmittag, Fahrradtouren, einen lebendigen Adventskalender im Ort. „Da wir kein Verein sind, versuchen wir bei den Aktionen so wenig Kosten wie möglich aufkommen zu lassen. Wenn wir doch mal Geld brauchen, dann unterstützen uns die Gemeinde und der Bürgermeister“, erläutert Hill, die sich als Gemeindevertreterin auch im Sozial- und Finanzauschuss in Wittenförden engagiert. Katrin Hill bezeichnet sich selbst als Helfertyp, wenn es Fragen gibt, nimmt sie sich Zeit, um die Dinge zu klären. Auch in ihrer Jugend hat sie bereits geholfen, wo sie konnte. Mit 18 Jahren zum Beispiel war sie zum Austausch in Rumänien und auch in der Kirche ist sie aktiv.

Im Grunde kann man die Wittenfördenerin als „Workaholic“ bezeichnet – allerdings im positiven Sinne, denn sie liebt das, was sie tut: ihren Beruf, das Ehrenamt, den Einsatz für die Gemeinschaft. Ohne ihren Ehemann, Roland, der ebenfalls selbstständig tätig ist, wäre das aber nicht möglich, und auch dafür ist die 31-Jährige dankbar. Gemeinsam mit ihm und Tochter Ronja liebt sie es, zu reisen. So erlebte der Nachwuchs auch auf Kuba den ersten Geburtstag.

Das Muttersein ist ihr neben all der Arbeit wichtig, und auch da schließt sich der Kreis zu ihrem ehrenamtlichen Einsatz.  „Für die Gruppe wünsche ich mir, dass sich vielleicht noch einige Elternteile bereit erklären, mitzumachen, damit wir auch was für die Jugend anbieten“, so die Freundin der Kultur.

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