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Schweriner Sammelleidenschaften : Eine Familie im Feuerwehr-Fieber

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ingo und Karin Sack engagieren sich für die Geschichte der Wehren in der Stadt

svz.de von
erstellt am 13.Mär.2017 | 12:00 Uhr

Seit stolzen 50 Jahren engagiert sich Ingo Sack bei der Freiwilligen Feuerwehr Schwerin-Mitte, seine Frau Karin ist sogar seit 52 Jahren Mitglied. Die Herzen des Ehepaares schlagen für die Feuerwehr und deren Geschichte. Gemeinsam mit neun weiteren Kameraden betreiben sie die selbstständige Gruppe des Feuerwehrverbandes der Stadt, die „Schweriner Feuerwehr-Historik 1863“. Für die SVZ-Serie „Schweriner Sammelleidenschaften“ zeigt das Schweriner Ehepaar die Schätze der Feuerwehrgeschichte in der Landeshauptstadt.

Im Internationalen Feuerwehrmuseum am Fernsehturm gibt es auf 80 Quadratmetern Exponate, Tafeln und weitere interessante Dingen aus der Geschichte der Schweriner Feuerwehren zu sehen. Doch auch im Arbeitsraum der Historik-Gruppe auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Schlossgarten gibt es allerlei zu entdecken. Modellautos, Wimpel, Atemschutzmasken, Mützen und Helme, Erste-Hilfe-Kästen, Uniformen, Strahlrohre füllen die Regale und Vitrinen. „Hier lagern wir alles, was nicht mehr ins Feuerwehrmuseum passt. Und wir nutzen den Platz zur Aufarbeitung“, erzählt Ingo Sack und zeigt die umfangreiche Literatur mit Büchern und Zeitschriften zur Feuerwehr-Thematik. Abzeichen sind eingerahmt und auf Tafeln sind besondere Brände, Epochen aus der Geschichte und Kuriositäten zu den Schweriner Wehren abgebildet. „Die haben wir selbst gemacht und nutzen sie bei Tagen der offenen Tür von den Wehren“, sagt Karin Sack.

Die Brandmeisterin kümmert sich zudem mit Leidenschaft um die Chronik der Schweriner Feuerwehren. „Aktuell bin ich bei Band acht und der Gegenwart angelangt“, so die 64-Jährige. Doch immer wieder kommen alte Bilder, Zeitungsartikel oder andere Dokumente hinzu, die einsortiert werden müssen. Und neue Erkenntnisse. „Eine Zeit lang hatten wir zwei Wehren gleichzeitig in der Stadt, die Turner-Feuerwehr von 1863 und die Städtische Wehr von 1866.“ Die Geschichte der zweiten Wehr werde momentan aufgearbeitet. Außerdem beschäftigen sie sich mit der Feuerwehr zwischen 1936 und 1945. Wer dazu etwas weiß, darf sich gerne an Ingo Sack unter Telefon 0385/3923453 wenden.

Seit 2004 trägt die Gruppe alles zusammen, was die Vergangenheit und Gegenwart der Schweriner Wehren betrifft und dort zum Einsatz kam, darunter sind viele private Sachen. Die Stücke werden dann historisch eingeordnet. Doch Ingo und Karin Sack sammeln schon länger. „Ich war von 1977 bis 2002 Wehrführer in Mitte“, erzählt der Hauptbrandmeister. „Da habe ich schon angefangen, Dokumente aufzubewahren.“ Beiden ist es wichtig, die besonderen Sammlerstücke auch anderen zugänglich zu machen.

So sind in den vergangenen Jahren Schläuche, Feuerlöscher und Funkgeräte zusammengekommen. Ordner werden mit Bilder von Jubiläen und Brandberichten gefüllt. Auch ein Kleinlöschfahrzeug B 1000 und ein Leichtschaumgerät gehören der „Schweriner Feuerwehr-Historik“, ebenso wie das erste Beatmungsgerät der Berufsfeuerwehr aus den 1950er-Jahren. „Wir profitieren von der guten Zusammenarbeit mit den freiwilligen Wehren und dem Museum“, so der 66-Jährige.

Ein Mal im Monat treffen sich die elf Kameraden der Gruppe, leisten 823 Stunden im Jahr für die Geschichte der Schweriner Feuerwehr. Ingo und Karin Sack haben ihre Leidenschaft für den Brandschutz an Sohn und Tochter weitergegeben. Und auch die Enkelkinder engagieren sich bereits. Eine ganze Familie im Feuerwehr-Fieber.

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