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Zeitung für die Landeshauptstadt

20. November 2017 | 06:35 Uhr

Regeln für Radfahrer : Eine Fahrbahn für alle

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

SVZ-Fahrradserie erklärt die Verkehrsregeln. Teil 1: Schutzstreifen wie in der Robert-Beltz-Straße sind nicht beschildert

von
erstellt am 29.Mai.2014 | 23:41 Uhr

Schwerin ist eine Stadt der kurzen Wege. Deshalb bietet es sich an, diese mit dem Fahrrad und nicht mit dem Auto zu erledigen. Das ist gut für die Umwelt und die eigene Fitness. Allerdings kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen Rad- und Autofahrern, aber auch mit den Fußgängern. Auch weil die entsprechenden Regeln der Straßenverkehrsordnung nicht richtig bekannt sind. In Teil 1 unserer Serie zur kleinen Regelkunde für Rad- und Autofahrer informieren wir heute über: Schutzstreifen auf der Fahrbahn.

Der Schutzstreifen ist ein Teil der Straße. Er ist mittels einer als Leitlinie bezeichneten unterbrochenen Fahrbahnmarkierung von der übrigen Fahrbahn abgeteilt und nicht speziell beschildert. Er darf von breiteren Fahrzeugen mitbenutzt werden. Schutzstreifen befinden sich immer am rechten Fahrbahnrand und sollten nach Möglichkeit auch über die Kreuzungen hinweg markiert werden. In diesem Punkt gibt es in Schwerin noch Nachholbedarf. In der Regel wird im Verlauf des Schutzstreifens das Piktogramm Radfahrer markiert.

Die Benutzung von Schutzstreifen ist sicherer als viele Radfahrer selbst es subjektiv empfinden. Durch den ständigen Sichtkontakt mit dem parallel fahrenden Autoverkehr werden die Radfahrer besser gesehen und beim Abbiegen nicht übersehen. Das Fahren auf Schutzstreifen ist oft sogar zügiger und konfliktfreier möglich als auf gesonderten Wegen neben der Fahrbahn. Wenn auf den parallel laufenden Gehwegen das Radfahren nicht ausdrücklich gestattet ist, müssen die Radfahrer die Schutzstreifen benutzen.

Nach teilweise kontroverser Diskussion im politischen und öffentlichen Raum in den vergangenen Jahren sind mittlerweile in Schwerin doch einige Hauptverkehrsstraßen mit Schutzstreifen ausgestattet worden, so u. a. die Hagenower Straße, Güstrower Straße, Wismarsche Straße, Robert-Beltz-Straße, Lübecker Straße, Wittenburger Straße, Neumühler Straße, Obotritenring – geplant zwischen Robert-Beltz-Straße und Von-Flotow-Straße.

Autofahrer dürfen die Schutzstreifen bei Bedarf mitbenutzen, wenn sie dem Gegenverkehr ausweichen. Klar ist auch, dass sie dabei immer auf die Radfahrer Rücksicht nehmen müssen. Das Parken ist auf den Schutzstreifen verboten, Halten ist bis zu drei Minuten erlaubt.

Im nächsten Teil geht es um Radwege.


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