Jahresrückblick : Einbrüche, Unfälle, Vermisste

Auf den Ernstfall vorbereitet:  Eine Hundertschaft der Schweriner Bereitschaftspolizei trainiert den Einsatz mit neuem Wasserwerfer.
Auf den Ernstfall vorbereitet: Eine Hundertschaft der Schweriner Bereitschaftspolizei trainiert den Einsatz mit neuem Wasserwerfer.

Polizeichef Ingo Renk zieht Bilanz: Schweriner Ordnungshüter hatten Jahr 2014 so manche Herausforderung zu meistern

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28. Dezember 2014, 16:00 Uhr

Eine Einbruchsserie hatte Ende vergangenen Jahres die Bewohner der Weststadt in Atem gehalten. Als Tatverdächtigen präsentierte die Polizei im Frühjahr einen 28-Jährigen. Mindestens sechs Einbrüche konnten ihm nachgewiesen werden – entstandener Schaden: rund 18 000 Euro. Ein Fahndungserfolg, auf den Schwerins Polizeichef Ingo Renk in seinem Jahresrückblick gerne hinweist.

Auch einem Trio, das es auf Parkschein-Automaten abgesehen hatte, konnte die Polizei das Handwerk legen. Beim Aufbrechen eines Automaten in der Graf-Schack-Allee seien die Verdächtigen gefasst worden – auf frischer Tat, berichtet Renk. Noch keine heiße Spur habe die Polizei dagegen im Fall der Brandstiftung auf dem Gelände einer Gerüstbaufirma am Lewenberg. Fünf Lastwagen waren im Oktober komplett ausgebrannt. Schaden: mehr als 100 000 Euro.

Drei ausgewählte Kriminalfälle, die die Schweriner Polizei in diesem Jahr beschäftigt haben. Gefordert waren die Beamten aber auch noch in anderer Hinsicht: bei der Absicherung von Sportveranstaltungen und Konzerten etwa. Den größten Verkehrseinsatz gab es Ende November bei der Sprengung der Stadionbrücke, wo rund 50 Beamte den betroffenen Bereich in der Ludwigsluster Chaussee abriegelten und den Verkehr umleiteten.

Stichwort Verkehr: 14 000 Verstöße registrierte die Polizei im zurückliegenden Jahr auf den Straßen der Landeshauptstadt. In der Hälfte der Fälle habe es sich um Tempo-Überschreitungen gehandelt, schildert Renk. Etwa 3000-mal hätten Autofahrer versäumt, den Sicherheitsgurt anzulegen. Den wohl folgenreichsten Unfall des Jahres nahm die Polizei in der Johannes-Stelling-Straße auf, wo bei einer Kollision zwischen einem Pkw und einem Bus 21 Personen leicht verletzt wurden.

Die Verkehrs-, aber auch die Kriminalprävention habe in der Arbeit der Schweriner Inspektion wieder einer großen Raum eingenommen, betont Renk. Ein wichtiges Thema: Mobbing. Zu schaffen gemacht hätten der Polizei aber auch wieder jugendliche „Dauerausreißer“. So seien mehr als 250 Vermissten-Meldungen auf das Konto von allein 15 jungen Leuten gegangen. „Jede Meldung bindet erhebliche Kräfte“, unterstreicht Renk.

In seiner Rückschau auf das Jahr 2014 nennt der Polizeichef aber nicht nur Herausforderungen und Erfolge, er räumt auch Fehler ein. Im Fall der 14-jährigen Schülerin, die Mitte Januar nach einer vermeintlichen Schwarzfahrt mit der Straßenbahn im Jugendverwahrraum des Polizeireviers gelandet war (wir berichteten), wäre ein höheres Maß an Sensibilität angebracht gewesen, so Renk. Bedauerlich sei auch das Versehen der Polizei bei der Feststellung der Identität eines toten Obdachlosen an der Skateranlage im Mueßer Holz. Der 65-Jährige war mit einem anderen Mann verwechselt worden.

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