Ermittlungserfolg in Schwerin : Einbrecher sitzt in U-Haft

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38-jähriger Schweriner soll Medikamente und Geld aus Apotheke, Arztpraxis und Gaststätte gestohlen haben

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31. Mai 2017, 20:00 Uhr

Diese Polizeimeldung ließ aufhorchen: „Ein bislang unbekannter Täter schlug gestern Abend gegen 22.20 Uhr die Scheibe einer Apotheke in der Lübecker Straße ein. Durch dieses Geräusch wurde ein Anwohner aufmerksam, der eine männliche Person beobachtete, die versuchte, durch ein eingeschlagenes Fenster auf der Hinterhofseite zu steigen. Bei Eintreffen des Sicherheitsdienstes und der Polizei hatte sich der Täter bereits Richtung Robert-Beltz-Straße entfernt.“ So teilten die Ordnungshüter am 29. März mit. Es sei bereits der dritte Einbruch an gleicher Stelle gewesen, der Täter habe es jeweils auf Medikamente abgesehen gehabt. Er trage kurze Haare und Koteletten, sei korpulent. Die Kripo bat dringend um Hinweise aus der Bevölkerung.

Nun sitzt der mutmaßliche Einbrecher hinter Schloss und Riegel. Das Schweriner Amtsgericht hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen einen 38-jährigen Schweriner angeordnet. Ihm wird nicht nur zur Last gelegt, in die Apotheke eingedrungen zu sein, sondern auch eine Arztpraxis und eine Gaststätte im Stadtteil heimgesucht zu haben. Der Mann müsse sich wegen des Verdachts des Diebstahls in sieben besonders schweren Fällen verantworten, davon in zwei Fällen als Versuch, sagte gestern die Sprecherin der Staatsanwaltschaft in der Landeshauptstadt, Claudia Lange.

Viermal soll der 38-Jährige zwischen Januar und April dieses Jahres die Fensterscheiben der Apotheke in der Weststadt, zweimal die Scheiben einer Arztpraxis und einmal die Scheiben eines Lokals eingeschlagen und sich so Zutritt zu den Geschäftsräumen verschafft haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, Medikamente und Bargeld in Höhe von insgesamt rund 1000 Euro gestohlen zu haben. In zwei Fällen hätten aufmerksame Nachbarn den 38-Jährigen bei seiner Tat gestört, sei er ohne Diebesgut geflüchtet, so Oberstaatsanwältin Lange.

Der Festnahme des Schweriners am Dienstag gingen nach Angaben von Lange umfangreiche Ermittlungen des Schweriner Kriminalkommissariats voraus, in denen unter anderem Spuren gesichert und untersucht, Videoaufzeichnungen ausgewertet und Zeugen vernommen wurden.

Und die Untersuchungen der Kripo sind noch nicht abgeschlossen: Die Polizei prüfe derzeit, ob der 38-Jährige noch für andere Straftaten in Frage komme, berichtete die Oberstaatsanwältin. Der Schweriner sei für die Behörden auch kein Unbekannter, sondern in der Vergangenheit bereits durch Diebstähle aufgefallen.



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