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Zeitung für die Landeshauptstadt

19. Oktober 2017 | 18:11 Uhr

Schwerin : Einbahnstraßen für mehr Parkplätze

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ortsbeirat möchte mit neuer Verkehrsführung in der Paulsstadt Autos von vielen Wohnstraßen fern halten

Der Ortsbeirat Altstadt, Feldstadt, Paulsstadt, Lewenberg hat den Antrag der CDU-Stadtfraktion zur Einführung eines Einbahnstraßensystems in der südlichen Paulsstadt mit einem eigenen Änderungsantrag konkretisiert. So soll es eine verkehrslenkende Wirkung zugunsten der Wohnstraßen geben. Ferner soll die Verwaltung in den betroffenen Straßen beispielsweise die Veränderung der Parkordnung oder das Einführen von Schutzstreifen für Radfahrer in entgegengesetzter Richtung als ergänzende Maßnahmen prüfen.

Ortsbeiratsvorsitzender Steffen Wehner betont, dass es am Ende nicht sein dürfe, dass vermehrt Fahrzeuge vom Obotritenring in die Paulsstadt ausweichen, weil man dann durch die Einbahnstraßen zügiger durchkomme als über den Ring. Außerdem sehen die Mitglieder des Ortsbeirats die Gefahr, dass der wegfallende Begegnungsverkehr bei einem Einbahnstraßensystem zu einer Erhöhung der durchschnittlich gefahrenen Geschwindigkeit führen könnte. Dem sollte man nach Möglichkeit begegnen, indem man beispielsweise Autos künftig nicht mehr längs, sondern schräg zum Gehweg parken lasse.

„Wir müssen die Fahrbahn möglichst schmal gestalten, damit sich niemand zum Rasen animiert fühlt. Der Raum, der noch für den Begegnungsverkehr benötigt wird, muss bei einem Einbahnstraßensystem anders genutzt werden. Neben einer Veränderung der Parkordnung, was sicherlich nicht in jeder Straße möglich sein wird, wären auch Schutzstreifen für Radfahrer ein gutes Mittel. Diese Abmarkierung würde den Radverkehr, der entgegen der Einbahnstraße unterwegs ist, sehr viel sicherer machen. Bereits heute darf man ja mit dem Fahrrad entgegen der bestehenden Einbahnstraßenregelung in der Innenstadt unterwegs sein. Gerade im Bereich von Kreuzungen wird es aber gefährlich für die Radfahrer, da Autofahrer, die in eine Einbahnstraße einbiegen, meistens nur nach anderen Autos Ausschau halten und nicht auf Radler achten, die von der anderen Seite kommen“, so Wehner.

Wenn die Verwaltung die Möglichkeiten prüft, dann müsse das Augenmerk darauf liegen, dass auch mehr Parkraum entsteht, beziehungsweise dass das Radfahren gefördert wird. Schutzstreifen würden das verdeutlichen, was ohnehin Recht ist.

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