Görries : Ein Zaun für gefährdete Kröten

Kleingärtner um Vorsitzenden Hans-Werner Leukert danken allen Helfern

svz.de von
15. April 2019, 07:43 Uhr

Görries | Drei Kilometer Fußmarsch hätte es für 370 Kleingärtner der Anlage „Nuddelbachtal“ bedeutet, wenn ihnen auf dem Weg zu ihren 185 Parzellen die Zeppelinstraße wegen der Krötenwanderung (SVZ berichtete) in diesem Monat oder auch darüber hinaus teilweise gesperrt worden wäre. „Eine andere Zufahrt zur Gartenanlage wäre nur über die Umgehungsstraße Neumühle-Görries möglich gewesen. Dies wurde mit einem zu hohen Kostenaufwand abgelehnt“, sagt Vereinsvorsitzender Hans-Werner Leukert. Also hätte man auf Eigeninitiative gesetzt. „Wir haben uns nach Absprache mit Mareike Herrmann vom BUND in Schwerin bereit erklärt, den Transport sowie das Aufstellen von Amphibienschutzzäunen zu übernehmen. Ansonsten wäre die Zufahrt gesperrt worden“, berichtet der 68-Jährige. Zehn Vereinsmitglieder hätten in gut vier Stunden Arbeit etwa 400 Meter des grünen Schutzzaunes errichtet. Das war auch nötig, denn 2017 wurden an einem Wochenende mehr als 400 Erdkröten überrollt. Ungefähr 11 000 von ihnen wurden 2018 über die Straße getragen. Dazu kamen noch 165 Grün-, Gras-, und Moorfrösche, Teich- und Kammmolche.

2020 soll in der Zeppelinstraße eine feste Amphibien-Leiteinrichtung installiert werden, die eine Vollsperrung überflüssig mache, so informierte jüngst die Landeshauptstadt. Leukert: „Ich möchte mich bei allen bedanken, die mit dafür gesorgt haben, dass der Zaun aufgestellt wurde, um so die Sperrung abzuwenden. Schön wäre es, wenn wieder Probleme auftreten, rechtzeitig miteinander zu reden. So lässt sich vieles oft einfacher klären.“

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