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Schweriner Sportstätten : Ein Sportplatz für Neumühle

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Alte Sportstätten in Schwerin: Fußball wurde im Stadtteil zunächst im Finkenweg gespielt

svz.de von
erstellt am 02.Aug.2017 | 12:00 Uhr

Fußball, Handball, Volleyball: In der Landeshauptstadt wird viel Sport getrieben und das oft sogar erfolgreich. Ob in der Palmberg-Arena, auf dem Lambrechtsgrund oder im Sportpark Lankow – überall springen, hüpfen, laufen große und kleine Schweriner. Doch die Stadt hat auch zahlreiche Sportstätten, die in Vergessenheit geraten oder mittlerweile für andere Veranstaltungen genutzt werden, wie der Sportplatz in Neumühle.

August 2017. Am Sonnabend beginnt die neue Fußball-Saison in der vierten Landesklasse. Dann wird auch wieder im Stadion des Neumühler SV gekickt. Am zweiten Spieltag trifft die erste Männermannschaft auf den SV Stralendorf. Gespielt wird auf dem Platz in der Kuckucksstraße. Doch das war nicht immer so.

März 1940. Am 28. des Monats wurde die Neumühler Schule für Knaben und Mädchen feierlich eröffnet. Fast zwei Jahre hatte der Bau des Gebäudes gedauert, sechs Klassenräume für die Stufen eins bis vier sowie eine Wohnung für den Schulwart entstanden. 192 000 Reichsmark soll die Schule gekostet haben, schreibt Udo Brinker in der Stadtchronik. Und natürlich gehörte auch damals zur Schule eine Sportstätte.

Die geplante Turnhalle wurde zwar nicht gebaut, dafür aber ein Sportplatz. Westlich des heutigen Finkenweges begann der Reichsarbeitsdienst in den Jahren 1940 und 1941 mit der Anlage eines Fußballfeldes. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges blieben die Arbeiten an der neuen Sportstätte liegen. Doch der Fußballplatz war fertig und so trug der Neumühler Sportverein, der im April 1946 gegründet wurde, dort seine Spiele aus.

Drei Jahre lang war das Gelände im Finkenweg die Heimspielstätte der Fußballer des Neumühler SV. Bereits mit der Gründung ihres Vereins begannen die Sportler eigenhändig den Platz in der Kuckucksstraße anzulegen. Mit der Unterstützung durch die LPG konnte dieser in den folgenden Jahren immer weiter ausgebaut werden. 1949 war die neue Heimspielstätte fertig und der Sportverein verließ den Schulsportplatz im Finkenweg.

Die Schüler blieben jedoch, auch wenn erst 1975 die Turnhalle eingeweiht wurde. Auf dem Platz im Finkenweg, der zwischenzeitlich um eine 100-Meter-Aschenbahn ergänzt wurde, wurde weiter gekickt, gespielt, gelaufen und gesprungen. Doch zu Beginn der 1980er-Jahre war für die Jungen und Mädchen der Franz-Mehring-Oberschule, wie die Neumühler Schule mittlerweile hieß, Schluss mit dem Sport am Finkenweg. Da der Platz in einer Lehmkuhle lag und keine Entwässerung hatte, lief er in den zumeist nassen Wintern häufig voll mit Wasser. Er konnte nicht mehr genutzt und musste aufgegeben werden.

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