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Müllproblem in Brüsewitzer Sackgasse : Ein Schlüssel zur Entsorgung

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Brüsewitzer im Schulweg blieben wochenlang auf ihrem Müll sitzen, der Weg über den Schulhof sorgte für die Lösung des Problems

svz.de von
erstellt am 03.Feb.2017 | 08:00 Uhr

Es waren zwar einige Gespräche und Telefonate nötig, doch am Ende haben sich alle Beteiligten auf eine einfache Lösung geeinigt, so dass der Restmüll der Wohnhäuser im Brüsewitzer Schulweg wieder abgeholt wird. Rund fünf Wochen kam in der Sackgasse kein Müllfahrzeug vorbei, um die Tonnen zu entleeren. „Mitte Januar hätte laut Tourenplan eine Entsorgung stattfinden sollen, aber abends stand der Müll immer noch da“, erklärt Anwohner Peter Ziesak. Daraufhin habe er beim Kundenservice des Abfallwirtschaftsbetriebs des Landkreises Nordwestmecklenburg (AWB) angerufen und nachgehakt. Ihm wurde erklärt, dass es durch einen Entsorgerwechsel und einige krankheitsbedingte Ausfälle zu Verzögerungen gekommen wäre. Einige Tage später waren dann zwar die Tonnen an der gut erreichbaren Hauptstraße geleert, aber die Anwohner am Schulweg warteten immer noch auf die Abfuhr ihrer Tonnen. Ziesak rief wieder bei der AWB an, erläuterte das Problem, das in der Sackgasse herrscht.

Das Stichwort Sackgasse brachte Licht in das Müllrätsel: Vor einigen Jahren hatte die Berufsgenossenschaft die Richtlinie aufgestellt, dass Müllfahrzeuge zur Abfuhr nicht mehr rückwärts in Straßen fahren dürfen (SVZ berichtete mehrfach). Jahrelang im Schulweg kein Problem, doch durch den Entsorgerwechsel wurde die Straße nun wegen der Richtlinie aber nicht mehr angefahren. Jeder Anwohner sollte nun seine Tonne ans Ende der nächst zugänglichen Straße stellen: In diesem Fall an den Finkenweg. „Einige ältere Anwohner hier im Schulweg sind gar nicht in der Lage, ihre Tonne bis ans Ende der Straße zu schleppen“, so Ziesak. Also musste eine andere Lösung her.

Peter Ziesak holte den Bürgermeister mit ins Boot und schilderte ihm den Fall. Manfred Dutz schaute sich die Situation im Schulweg an, es kam noch zu einigen Gesprächen mit Zuständigen der Abfallwirtschaft und dem Hausmeister der Schule, die der Straße den Namen gibt – und die Lösung war gefunden: „Der Entsorger und Herr Ziesak haben dank der Absprache mit dem Hausmeister jeweils einen Schlüssel bekommen, um das Tor am Schulhof aufzuschließen. Dadurch ist es möglich, dass der Schulweg bis zur Straße „Am Rehm“ befahrbar ist, und die Entsorgungsfahrzeuge vorwärts in und aus der Straße fahren können“, so Bürgermeister Dutz.

Norbert Frenz, Leiter der AWB, sagt zu dem Fall: „Es kann immer einmal zu Problemen bei der Entsorgung kommen, wir sind keine Fließbandarbeiter. Gerade bei Schnee und Eis kann es zu Verzögerungen kommen. Grundsätzlich waren und sind die Entsorger, mit denen wir zusammenarbeiten, zuverlässig. Wenn sich die Kunden bei uns melden, dann versuchen wir auch, eine praktikable Lösung zu finden.“ In Brüsewitz hat ein Schlüssel der zu dieser „praktikablen Lösung“ beigetragen hat.


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