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in Top-form : Ein scharfer Schnitt macht den Rasen schnell

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Greenkeeper haben vor und beim Vorbecker Golfturnier des Jahres jede Menge zu tun

svz.de von
erstellt am 12.Sep.2014 | 23:06 Uhr

Es ist das Turnier des Jahres auf dem Golfplatz bei Vorbeck: Am nächsten Wochenende sind die besten Spieler der European Senior Tour in Mecklenburg zu Gast – zum inzwischen dritten Mal. Vom 19. bis 21. September werden die Winstongolf-Senior-Open ausgetragen. An den beiden ersten Tagen gehen dabei jeweils ein Profi und ein Amateur gemeinsam auf die Runde. Das Finale am Sonntag spielen die 72 Profis unter sich aus. Schon einen Tag zuvor, am 18. September, messen zudem Teams um die Fußball-Legenden Franz Beckenbauer und Johan Cruyff ihre Kräfte auf dem Golfplatz.

An allen vier Tagen kommen Golffans und Zuschauer ganz nah heran an die Stars: Tausende Besucher werden erwartet. Und die müssen nicht nur am Rande stehen. Sie können auch selbst auf dem Winston-Links-Platz aktiv werden. Dieser steht Freizeitgolfern offen. Das große Turnier hingegen wird auf dem Winston-Open-Platz ausgetragen. Diese 18-Loch-Anlage liegt eingebettet in der Endmoränenlandschaft.

„Das ist ein Großereignis, das an uns alle besondere Herausforderungen stellt“, erzählt Andy Matzner. Der 36-Jährige ist der Course Manager in Vorbeck und hält mit Hilfe eines 24-köpfigen Teams alles Grün in Schuss. Und das sind nicht nur die Greens auf den Wettkampfbahnen, sondern auch die zumeist naturbelassenen Flächen dazwischen und am Rande. So wächst auf nur 56 von 220 Hektar des Golfplatzes Rasen. Und nur wiederum 30 Prozent davon müssen intensiv gepflegt und alle zwei Tage gemäht werden. „An den Turniertagen selbst reicht das nicht aus“, erzählt Matzner. „Da müssen wir mit den Rasenmähern zweimal am Tag raus.“ Denn bei dem Turnier ist die Vorbecker Anlage nicht nur ein idyllischer Golfplatz, sondern zugleich eine Wettkampfstätte für Hochleistungssportler.

Um die Einspiellöcher herum wird der Rasen besonders kurz gehalten. „Wir schneiden ihn bis auf 3,6 Millimeter herunter“, erläutert Matzner. Auf der Wettkampfbahn zwischen diesen Greens bleiben immerhin 10 Millimeter stehen. Doch nicht nur die Kürze des Halms ist wichtig für die Schnelligkeit, den Lauf des Balles. Jeder einzelne Schnitt soll möglichst glatt sein, damit das Tempo nicht gedrosselt wird. „Und da ist es wie beim Rasieren“, erläutert Andy Matzner. „Je schärfer die Klinge ist, umso besser ist der Schnitt.“ Deshalb sind die Techniker um Thomas Ihde seit Tagen dabei, jedem Schneidwerk einen Feinschliff zu verpassen.

Stress ist solch ein Großereignis aber dennoch – auch für den Rasen. Auf dem Golfplatz wächst zwar ohnehin nur dafür gezüchteter Rasen. „Der zeichnet sich durch eine hohe Vitalität aus“, berichtet Matzner. Jede einzelne Pflanze treibt möglichst viele Halme aus, die nicht so schnell in die Höhe sprießen. Hinzu kommt ein ausgeklügeltes System für Wassergabe und Düngung, um optimale Bedingungen zu schaffen. Wichtig sind auch Fragen der Ökonomie und Ökologie, das Maß muss auf den Punkt stimmen. „Deshalb würde ich mir jetzt noch ein, zwei richtige Schauer wünschen, damit wir nicht künstlich beregnen müssen“, betont Matzner. Für die Turniertage hofft der Course Manager auf Sonnenschein, eine leichte Brise und möglichst keinen Nebel. Denn dann haben nicht nur Golfspieler und Zuschauer beste Bedingungen, auch für die Greenkeeper ist dies das ideale Wetter, um die Spielbahnen bestens vorzubereiten.

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