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Banzkower Gesichter : Ein Prosit auf den eigenen Garten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mit grünem Daumen: Dorothea Franz wurde jetzt für ihr grünes Refugium ausgezeichnet

Es ist noch nicht lange her, da hatte Dorothea Franz aus Banzkow einen Kontrollbesuch in ihrem Garten. „Natur im Garten MV“ war zu Besuch und besichtigte den rund 1 500 Quadratmeter großen Garten, um ihn entsprechend der Richtlinien dieses Vereins zu bonitieren. Jetzt hat die 69-Jährige im Eingangsbereich zu ihrem Grundstück die Plakette zur Auszeichnung bereits angebracht. Sie ist sehr stolz auf ihren Garten und auch auf ihren „grünen Daumen“.

Seit 1993 lebt sie in Banzkow und hat dieses Areal naturnah gestaltet, selbst angelegt und bepflanzt. Alles ist so, wie es in einem naturnahen Garten sein muss: große Bäume, viele Sträucher, die auch Beeren tragen, Stauden der verschiedener Arten, Zwiebel- und Knollengewächse, die ab Frühjahr bis zum Herbst blühen und viele einjährige Blumen. Im Hochbeet wachsen Kräuter und Gemüse. Auch im Balkonkasten, direkt vor der Küche, werden Kräuter herangezogen und frisch verwendet.

Plattenwege gibt es hier nicht, nur in Sand gelegte Steine. Torf und Kunstdünger dürfen nicht verwendet werden, nur Kompost aus „eigener Produktion“ und nur Regenwasser, kein Wasser aus der Leitung. Unkraut gibt es für sie nicht, nur Wildkräuter aller Art. Gartenbesitzer stöhnen über Giersch, Dorothea Franz freut sich darüber. Im Frühjahr macht sie Salat aus Giersch, Schafgarbe, Brennnessel und anderen Wildkräutern. Ihr Tipp: Zerkleinerte Gierschblätter in der Pfanne mit Butter und Schinkenspeck andünsten, danach mit einem Ei und Schafskäse gut vermengen. Diese Mischung auf Blätterteig verteilen und als Rollen oder Taschen geformt backen. „Das schmeckt lecker“, erzählt sie begeistert. Giersch gilt auch als guter Petersilienersatz und die Wurzeln der Knoblauchsrauke verwendet sie im Herbst wie Meerrettich.

Hat man bei so einem großen Garten auch noch genügend freie Zeit? „Natürlich!“ sagt die Banzkowerin. „Er ist pflegeleichter als ein Garten mit vielen Beeten und Wegen. Der Rasen wird selten gemäht und alles darf natürlich wachsen, auch im und am Teich.“ Die Seerosen blühen prächtig, die Frösche springen schreckhaft ins Wasser und die kleinen Goldfische ziehen ruhig ihre Bahn. „Wenn ich morgens still am Teich sitze, kann ich manchmal den Eisvogel beobachten. Vögel, Schmetterlinge und Insekten in breiter Vielfalt bestaunen.“

Mit Gudrun Schumann, Initiatorin für diese Anmeldung, Edith Beckmann und Ursula Sell ist Dorothea Franz in vielfältiger Weise eng verbunden; mit Projekten zur Kunst, Natur und gemeinsamen Reisen, wie unlängst in Frankreich. Gern lebt sie in der Kulturlandschaft Lewitz. Sie ist sportlich aktiv und geht auch mit dem Bergsteigerclub Schwerin auf Reisen. Sie freut sich bereits auf Anfang Oktober, auf den Austausch der naturnahen Gärtner und auf die Urkunde, die sie für ihren Garten erhält.

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