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Zeitung für die Landeshauptstadt

22. November 2017 | 14:02 Uhr

Schweriner Problemstadtteil : Ein Plan für Lankow

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stadtteilzentrum, Gehwege, Seniorenwohnungen: Verwaltung legt Entwicklungskonzept vor / Politik entscheidet im Herbst

von
erstellt am 27.Jul.2017 | 08:00 Uhr

Ein Stadtteilzentrums als Treffpunkt und Veranstaltungsort, barrierefreie Rad- und Gehwege, Seniorenwohnungen und Kurzzeitpflegeplätze – die Lankower haben viele Wünsche. Im Integrierten Stadtentwicklungskonzept hat die Verwaltung die wichtigsten Punkte aufgelistet. „Ziel ist es, das Wohngebiet besser an die Bedürfnisse einer alternden Bevölkerung anzupassen und gleichzeitig Angebote für jüngere und einkommensstärkere Bewohnergruppen zu schaffen“, erklärt Oberbürgermeister Rico Badenschier.

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept, das jetzt auf dem Weg durch die zuständigen Ausschüsse der Stadtvertretung und den Ortsbeirat ist und voraussichtlich im November beschlossen werden soll, bildet die Grundlage für die künftige Entwicklung von Lankow. „Wir wollen uns um Mittel aus den Programmen der Städtebauförderung und der Sozialen Stadt bemühen“, sagt Reinhard Huß vom Fachdienst Stadtentwicklung und Wirtschaft. Dabei solle die Siedlung zwischen Grevesmühlener, Gadebuscher und Ratzeburger Straße als Kern eines Stadtumbaugebietes festgelegt werden.

In Lankow würden vor allem barrierefreie Wohnungen und Angebote des betreuten Wohnens für einkommensschwache Bürger benötigt, erläutert Huß. Vordringlich sei auch die Errichtung eines Stadtteilzentrum. Laut Entwicklungskonzept sollte dieses Projekt gemeinsam mit der Stadtteilbibliothek umgesetzt werden, der Standort unbedingt in der Nähe eines zentralen Nahversorgers liegen. Empfohlen wird außerdem, in Lankow ein Stadtteilbüro und ein Stadtteilmanagement zu etablieren und die Umwandlung des Wohngebietsparks entlang der Straßenbahntrasse in einen Generationenpark für alle Altersgruppen voranzutreiben.

Viele Projekte in Lankow laufen bereits. So geht der Ausbau des Sportparks an der Ratzeburger Straße weiter – 2018 werden zwei weitere Fußballplätze errichtet. Die Erweiterung der Skateranlage in Lankow soll noch in diesem Jahr beginnen. Für den Abriss der Hochhäuser in der Plöner und Eutiner Straße im kommenden Jahr sind die Fördermittel bewilligt. Der Abriss des Hochhauses in der Julius-Polentz-Straße ist beschlossene Sache.

Lankow ist mit einer Fläche von 491 Hektar und knapp 10 000 Einwohnern einer der größten Stadtteile Schwerins. Die soziale Lage vor Ort bereitet Politik und Verwaltung durchaus Sorgen: Die Zahl der Arbeitslosen, die Hartz-IV-Betroffenheit und die gewährten Hilfen zur Erziehung sind in Lankow überdurchschnittlich hoch.



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