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Zeitung für die Landeshauptstadt

21. November 2017 | 09:19 Uhr

Brückenbau: : Ein neuer Plan soll her

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der Neubau in der Wittenburger Straße wird von Anwohnern weiter diskutiert: Forderung nach einer Behelfslösung wird immer lauter

von
erstellt am 20.Dez.2014 | 08:00 Uhr

So richtig kommen beide Seiten nicht zueinander: Die Anwohner der Wittenburger Straße fordern eine Fußgängerbehelfsbrücke während der Sanierungsphase und die Stadt sagt Nein. Es sei zu teuer, zu wenig Platz und auch zeitlich nicht wirklich machbar.

Ab März soll die alte Brücke ab- und eine neue aufgebaut werden. Nur acht Monate bleiben der Stadt Schwerin, um die Brücke in der Wittenburger Straße zu erneuern. Dauert es länger, gebe es keine Förderung für das Bauvorhaben(SVZ berichtete).

Doch noch ist alles im Fluss. Der Widerstand gegen den geplanten Brückenneubau ohne eine Fußgängerbehelfsbrücke wächst. Aber die Stadt zeigt sich weiter gesprächsbereit. Gestern trafen sich Vertreter des Amtes für Verkehrsmanagement und Anwohner vor Ort. Anhand eines Plans wollten Amtsleiter Dr. Bernd Smerdka und seine Mitarbeiter noch einmal klar machen, warum es keine Fußgängerlösung während der Bauzeit geben kann. Der Erfolg war eher mäßig. Argumente wurden ausgetauscht, aber auch lediglich zur Kenntnis genommen. „Es leuchtet uns nicht ein, warum dort kein Platz ist. Während der letzten Erneuerung der Brücke gab es auch eine Behelfsbrücke“, sagte Anwohner Marco Bubnick. Doch die Amtsmitarbeiter verwiesen auf einen anderen Verkehrsfluss und andere Gegebenheiten. „Wir sind hier unter anderem auch auf die Bahn angewiesen. Es heißt nicht, dass in der Zeit, wo keine Züge fahren, auch permanent gebaut werden kann. Die Bahn legt fest, wann gesperrt wird. Und die bislang zugesagten Zeiten sind eh schon sehr knapp bemessen. Da ist eigentlich nicht noch Zeit für eine Fußgängerbrücke“, erläuterte Dr. Bernd Smerdka.

Für Wilhelm Soltau ist das noch kein triftiger Grund. Das Grundstück des Schweriners mündet direkt an der Brücke und wird für einen gewissen Teil der Bauzeit auch genutzt. „Wir kommen der Stadt  schon entgegen, nehmen vieles in Kauf. Aber es geht eben nicht, dass die Stadt hier in zwei Teile geteilt wird“, moniert Wilhelm Soltau.  Dass die Brücke über die Eisenbahn erneuert werden muss, sei keine Frage. Er hat auch Verständnis dafür, dass es eine äußerst schwierige Baustelle sei. „Ich bin aber  der Meinung, dass die Behinderungen besonders für Anlieger, Bewohner der Paulsstadt, Weststadt  sowie für das Gewerbe diesseits und jenseits der Brücke gemildert werden kann. Es ist der einzige direkte Zugang ins Stadtzentrum - auch zu den Centern.     Seit Monaten biete ich der Stadtverwaltung die Möglichkeit, von meinem beziehungsweise  von mir  gepachtetem Grundstück, eine Fußgängerbrücke zu bauen“, sagt Soltau. Keine schlechte Idee, doch auf der anderen Seite der  Brücke sei kein Platz für eine Behelfsvariante. „Da landen sie dann direkt in der Baustelle“, erklärt Carsten Bierstädt vom Amt.

Aber auch das lassen die Anwohner nicht so recht gelten. Sie fordern jetzt eine Machbarkeitsstudie für eine Fußgängerbehelfsbrücke in der Bauzeit. „Wir hätten gern einen Planer, der unabhängig ist und uns erklärt, unter welchen Bedingungen eine Behelfsbrücke gebaut werden kann und warum es vielleicht nicht geht. Wir sind der Meinung, dass die Stadt da zu voreingenommen ist“, erklärt Marco Bubnick. Eine Forderung, der die Stadt nachkommen möchte. „Wir greifen diesen Gedanken auf und prüfen das auf mögliche Mehrkosten und den zeitlichen Rahmenplan“, sagte Bernd Nottebaum vom zuständigen Amt. Er rechnet noch in diesem Jahr mit einer Entscheidung, ob eine Machbarkeitsstudie gemacht wird.

 

 

 

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