Bahnhof Bad Kleinen : Ein Netz gegen die Taube

Gesichert gegen die tierische Bevölkerung: Andreas Kruse, Bahn-Mitarbeiter, hat eine Firma beauftragt, an der Bahnhofsüberdachung Netze zu spannen, um den unliebsamen Gast auszusperren.  Peter Täufel
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Gesichert gegen die tierische Bevölkerung: Andreas Kruse, Bahn-Mitarbeiter, hat eine Firma beauftragt, an der Bahnhofsüberdachung Netze zu spannen, um den unliebsamen Gast auszusperren. 

Bad Kleinen: Vögel bevölkern und verdrecken den Bahnhof. Firma nimmt sich des Problems an

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18. Juli 2018, 05:00 Uhr

Der Abriss des historischen, denkmalgeschützten Bahnhofs von Bad Kleinen mit gleichzeitigem Umbau der Bahnstation sollte auch ein Problem beseitigen, das den Bahnreisenden lange zum Himmel stank: Die zu Hunderten hier nistenden Tauben.

Doch weit gefehlt, die Vögel nahmen sogleich auch die neu gebaute Überführung und die Zugänge zu den Bahnsteigen in Beschlag. Das wiederum rief die Gemeindevertreter des Ortes am Nordufer des Schweriner Sees auf den Plan, die nun massiv eine Nachbesserung seitens der Bahn forderten.

Nun scheint eine Lösung gefunden: Aktuell ist die Firma „Der Bussard Schädlingsbekämpfung Holz- und Bautenschutz“ aus Rostock-Roggentin dabei, Netze zu spannen. „Wir haben in Auftrag gegeben, die Netze so unter der Überdachung auf der gesamten Länge der Brücke und Bahnsteigzugänge anzubringen, dass die Tauben keine Möglichkeit mehr haben, sich auf die Balken und Verstrebungen zu setzen oder gar Nester zu bauen und zu brüten„, erklärt Andreas Kruse, Arbeitsgebietsleiter Projektrealisierung Konstruktiver Ingenieurbau bei DB Netze. Im Bereich der Bahnsteigüberdachung wird laut Kruse die Konstruktion so ausgeführt, dass erst gar keine offenen Tragelemente entstehen, auf denen die Tauben einen Unterschlupf finden.

Noch auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung waren die Tauben und die zunehmende Vermüllung und Verdreckung der neu errichteten Bahnüberführung Thema gewesen. So forderte Stefan Wirth (CDU) neben den Maßnahmen zur Taubenabwehr auch, „dass auf der Brücke unbedingt Papierkörbe aufgestellt werden müssen“, weil ansonsten die Bahnreisenden ihren Müll einfach dort fallen ließen. Das allerdings stößt bei Andreas Kruse derzeit auf taube Ohren. „Es gibt Abfallbehälter auf den Bahnsteigen und sicher werden auch welche auf dem neu gestalteten Bahnhofsvorplatz aufgestellt werden„, so der Bahnmitarbeiter.

Dieser Neubau wird im September unter Vollsperrung des Platzes beginnen. Nach seiner Fertigstellung wird es dort dann auch wieder Toiletten für die Nutzer der Bahn und des Bahnhofes geben. Damit sollte auch das Problem des Verrichtens der Notdurft in der neuen Überführung eingedämmt sein.
 

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