Crivitz : Ein Mann mit Herz und Abzeichen

Beständig und zuverlässig zeigte sich Hartmut Pölkow als Wehrführer.
Beständig und zuverlässig zeigte sich Hartmut Pölkow als Wehrführer.

Als Wehrführer war Hartmut Pölkow 20 Jahre in Gädebehn im Einsatz: Nun ist die nächste Generation dran

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23. Februar 2018, 16:00 Uhr

Beständigkeit. 45 Jahre freiwilliger Dienst in der Feuerwehr. 20 Jahre davon als Wehrführer. Seit 30 Jahren wohnt er in Basthorst. Und auch bei seiner Firma in Brüsewitz ist er bereits 25 Jahre im Dienst. Rund 40 Jahre lebt er mit seiner Lebensgefährtin Christel zusammen. Beständigkeit dafür steht Hartmut Pölkow. Der gebürtige Gädebehner wirkt leicht verlegen, angesprochen auf seine langjährige Tätigkeit und den damit verbundenen freiwilligen, selbstlosen Einsatz. Denn wie viele seiner Kollegen ist dieser Dienst ein Selbstverständnis. „In Jugendzeiten bin ich in die Gädebehner Wehr eingetreten. Damals suchten sie Nachwuchs. Mein Vater war auch in der Feuerwehr“, erzählt Pölkow.

Heute, 45 Jahre danach, hat auch er so einige Generationen in der Gädebehner Wehr groß werden sehen, aber auch einige Wehrmitglieder „zu Grabe getragen“, wie er etwas traurig anfügt. 18 Aktive und neun Kinder zählt die freiwillige Feuerwehr als Mitglieder. Für Pölkow ist die Zeit des Generationswechsels gekommen. „Ich möchte ruhiger treten – meiner Gesundheit und Lebensgefährtin wegen“, sagt Pölkow. Deshalb wurde bei der jüngsten Mitgliederversammlung einstimmig Jan Prieske zum Nachfolger von Hartmut Pölkow, Frank Albers zum stellvertretenden Wehrführer und Oliver Jobski zum Jugendfeuerwehrwart gewählt. Pölkow freut sich über die Wahl seiner Nachfolger und auch Oliver Jobski „leistet sehr gute Arbeit und hält die Jugend zusammen“.

Bei Blick auf das Gädebehner Gerätehaus, das in Kladow steht, erinnert der 62-Jährige sich an die Entstehung. „Früher war das ein Stallgebäude, das Kita-Gebäude war auch hier“, so Pölkow vom Platz hinter der Kladower Kirche. Doch er hatte eine Vision von einem Areal in der Ortsmitte, das von den Einwohnern aus Kladow, Gädebehn, Muchelwitz, Augustenhof und Basthorst genutzt werden kann, an dem auch das Feuerwehrgerätehaus liegt und es ein Gemeindehaus gibt. Im Jahr 2000, nach der Fusion von Gädebehn mit der Stadt Crivitz, ist es so gekommen. Pölkow erwähnt ebenso den Förderverein rund um die Vorstandsvorsitzende Erika Albers als „gute Stütze“. Neben fröhlichen Momenten sind es auch die tragischen Einsätze, die in Erinnerung bleiben. Denn ein Kuhstallbrand, bei dem Tiere verbrennen, oder ein Verkehrsunfall auf der B 321, bei dem Insassen schwer verletzt sind, gehen nicht spurlos an den Einsatzkräften vorbei. Für die hat Hartmut Pölkow kurz vor der Amtsabgabe als Wehrleiter noch eine Besorgung erledigt: Neue Einsatzkleidung gibt es.

Neben Beständigkeit gibt es noch ein Wort für Hartmut Pölkow: Zuverlässigkeit.

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