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24. September 2017 | 12:21 Uhr

Wohnen in Schwerin : Ein Lichtblick für Zippendorf

vom

Zippendorf könnte ein traumhafter Wohnstandort sein. Doch die Pläne, auf dem Grundstück Stadtvillen zu bauen, wurden zuletzt zerschlagen. Jetzt zieht ganz langsam doch noch Leben in den verlassenen Stadtteil ein.

svz.de von
erstellt am 03.Jun.2013 | 09:39 Uhr

Zippendorf | Eine Villa in Zippendorf - ein Traum von einem Wohnstandort für viele. Doch etliche Jahre blieb das ein Traum für diejenigen, die mit den beiden repräsentativen Gebäuden an der Bosselmannstraße, Ecke Am Strand unterhalb der Ruine des ehemaligen Kurhauses liebäugelten. Zu DDR-Zeiten und darüber hinaus war eine der Villen Kinderheim, zuletzt betrieben von der Lebenshilfe. Daneben ein Kindergarten. Dann kam der Leerstand der drei Gebäude. In den 90er Jahren wollte ein israelischer Investor hier die High-Tech-Firma Microsens für die Entwicklung und Fertigung von intelligenten Sensoren etablieren. Der Plan zerschlug sich relativ schnell. Microsens zog in moderne Räume am Bleicher Ufer - es blieb weiter beim Leerstand.

Im Jahr 2007 dann begann endlich die Zukunft des attraktiven Grundstücks. Der Schweriner Ulf Heyer kaufte das Areal und damit gleich alle drei Gebäude. Bereits 2008 war die kleinere der beiden Villen saniert, nur ein Jahr später die größere. Der alte und inzwischen verfallene, aber mit Asbest belastete Kindergarten wurde abgerissen. "Mit dem Gebäude war nichts mehr anzufangen", sagte der Investor. An gleicher Stelle wollte er statt dessen drei Stadtvillen bauen, das waren die ursprünglichen Pläne. Etwa 30 Wohnungen, so die damaligen Überlegungen, sollten entstehen. Doch dieses Vorhaben wurde dann doch zu den Akten gelegt. "Wir haben den Markt genau beobachtet und uns dann doch gegen die Stadthäuser entschieden", blickt Heyer zurück. Nach intensiven Gesprächen mit der Stadtverwaltung war dann klar, dass hier Einfamilienhäuser gebaut werden sollen. Eins davon, in der ersten Reihe gelegen, ist bereits fertig. "Das andere wird demnächst realisiert", erklärt Ulf Heyer. Und so der einstige Schandfleck an der Zippendorfer Promenade endgültig beseitigt. Damit hat sich auch der Anblick für auswärtige Gäste entscheidend verbessert, die mit Reisebussen an den Zippendorfer Strand gefahren werden. "Durch die Sanierung der Villen ist die Eingangssituation für den Stadtteil sehr viel attraktiver geworden", sagt Baudezernent Wolfram Friedersdorff.

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