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Hafenpromenade ist fertig : „Ein Leuchtturm für Schwerin“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Offizielle Einweihung der Hafenpromenade am Ziegelinnensee: Lautes Lob vom Minister, leise Verbesserungsvorschläge von Bürgern

svz.de von
erstellt am 14.Mai.2014 | 12:00 Uhr

Für Baudezernent Dr. Wolfram Friedersdorff ist es ein Lieblingsobjekt, für Bauminister Harry Glawe ein Vorzeigeprojekt: Die Hafenpromenade am Ziegelinnensee wurde gestern Nachmittag offiziell übergeben. Insgesamt 2,5 Millionen Euro hat der Umbau gekostet, 1,8 Millionen stellte das Land bereit, erklärte Glawe. „Sie ist ein Vorbild für Tourismus und Wohnen, ein Leuchtturm für Schwerin“, so der Minister, der in diesen beiden Faktoren nicht nur die Zukunft der Stadt sieht, sondern gleich noch Geld für weitere Projekte in Aussicht stellte. Sieben Jahre gäbe es noch entsprechende Fördermittel. Schwerin solle in dieser Zeit unbedingt weitere touristische Attraktionen auf Vordermann bringen und Wohngebiete ausbauen.

Die Hafenpromenade, zu deren Einweihung neben geladenen Gästen auch viele interessierte Schweriner kamen, ist 630 Meter lang, gestaltet mit Betonplatten, Granitpflaster und Rollrasen, ausgerüstet mit trendigen Bänken, Lampen und gekrönt von einem alten Kran nebst Gleisbett, der an den Ursprung dieser Wohngegend erinnert: Das heutige „Hafenquartier“ war vor 30 Jahren noch florierende Industriemeile mit Molkerei, Brauerei und Keramikwerk, wo mehr als 1000 Menschen Arbeit fanden, erinnert Dr. Friedersdorff. Mittlerweile sind rund um den Ziegelinnensee mehr als 500 neue Wohnungen entstanden – die meisten mit Blick auf den See und die Silhouette der Stadt.

„Das Seeufer ist ein öffentliches Gut, das für alle erreichbar sein muss. Leider ist es an vielen Stellen besetzt, deshalb ist die Idee des Wohnens am Wasser nicht immer leicht durchzusetzen“, betonte Friedersdorff. An der Hafenkante sei dies perfekt gelungen. Wirklich perfekt? Einige Schweriner hatten nämlich noch Fragen und Vorschläge, die sie nach dem offiziellen Akt gleich der OB unterbreiteten. Kunstwerke an der Promenade fänden sie schön. Einige machen sich Sorgen, ob auf dem jungen Rasen bald ein Jogger-Trampelpfad entsteht. Andere wundern sich über die Ausrichtung der Bänke an der Kaikante. Die Sitzfläche weist nämlich Richtung Baugebiet, nicht Richtung See. Der Baudezernent konnte helfen: Die Sitze seien aus Sicherheits- und versicherungstechnischen Gründen vom Wasser abgewandt. Damit niemand beim gar zu sportlichen Aufstehen reinfällt. Denn Baden oder Planschen im Ziegelsee ist nicht zu empfehlen. Am Grund liegt noch immer kistenweise Weltkriegsmunition.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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