Winzerfest : Ein Leben für die feine Rebe

Seit Anfang an in Schwerin dabei: Hans-Bernhard Krämer, seine Frau Pia und Sohn Tobias freuen sich auch in diesem Jahr wieder beim Winzerfest in der Landeshauptstadt zu sein.
Seit Anfang an in Schwerin dabei: Hans-Bernhard Krämer, seine Frau Pia und Sohn Tobias freuen sich auch in diesem Jahr wieder beim Winzerfest in der Landeshauptstadt zu sein.

Hans-Bernhard Krämer ist Winzer mit Leib und Seele

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29. August 2015, 13:00 Uhr

Er ist auf dem Weingut in der Weinbauregion Rheinhessen aufgewachsen. Sein ganzes Leben hat er praktisch dort verbracht. Nie konnte er sich etwas anderes vorstellen. Oder wollte etwas anderes machen. Hans-Bernhard Krämer ist Winzer mit Leib und Seele. Seit vielen Generationen gibt es das Weingut bereits. Wie lange genau, dass könne Hans-Bernhard Krämer gar nicht sagen. „Schon ewig“, sagt er lächelnd und auch stolz. An diesem Wochenende ist er mit seiner Frau Pia und seinem Sohn Tobias auf dem Schweriner Winzerfest. Und das bereits zum 25. Mal. „Wir sind seit dem ersten Jahr hier. Es ist toll – wir kommen gerne“, schwärmt der Weinliebhaber.

„Schon oft habe ich meinen Geburtstag hier gefeiert“, schmunzelt Hans-Bernhard Krämer, der mit seiner blau-grauen Baskenmütze, die farblich perfekt zum Rest seiner Kleidung passt, am Eröffnungstag des diesjährigen Winzerfestes seinen 67. Ehrentag beging. Die Schweriner seien sehr nett. „Und über die Jahre kennt man den einen oder anderen sehr gut“, freut sich der Winzer. Viele der Besucher hätten Wein vorbestellt, den können sie am Stand der Krämers abholen. Das Geschäft auf dem Markt lohne sich ohnehin. Denn: Die Familie ist mit fünf Paletten Wein, das sind in etwa 1750 Flaschen des feinen Rebensaftes angereist. „Davon ist natürlich vieles vorbestellt. Wir verkaufen etwa 100 Flaschen täglich hier am Stand“, berichtet Hans-Bernhard Krämer.

Damals, als Hans-Bernhard Krämer 13 Jahre alt war, verlor er seinen Vater. Deshalb musste er schon früh das Gut übernehmen. „Zuerst natürlich mit meiner Mutter zusammen“, erinnert er sich. Zunächst hatten sie auch Milchvieh, Zuckerrüben und Getreide. Doch Krämer machte eine Ausbildung zum Winzer und spezialisierte sich ganz auf den Weinanbau. Einen jüngeren Bruder habe er, aber der lebe in Berlin und habe mit Weinanbau nicht viel am Hut. Tobias ist der 23-jährige Sohn von Hans-Bernhard Krämer. Er arbeitet jetzt schon auf dem 18 Hektar großen Gut mit. Ist ebenso wie der Vater auf dem Hof aufgewachsen.

Tobias studiert Weinanbau. „Er wird eines Tages das Gut übernehmen“, erzählt der 67-jährige Winzer voller Stolz. Es ist ein Familienbetrieb – und soll es auch bleiben. 15 bis 18 Rebsorten baut Familie Krämer an. Die Weine Riesling und Spätburgunder würden gern getrunken. Aber auch neue Rebsorten, wie Ortega oder Kerner seien sehr beliebt. Hans-Bernhard Krämer selbst trinke gerne einen halbtrockenen Weißwein. „Und im Winter einen Rotwein“, schmunzelt der Winzer.

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