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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. Oktober 2017 | 12:03 Uhr

Schwerin : Ein Kleinod der Gartenbaukunst

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Das hat uns die Bundesgartenschau 2009 gebracht – heute: der Rosenhügel im Burggarten

von
erstellt am 28.Aug.2017 | 16:00 Uhr

Zur Bundesgartenschau 2009 war er der kleinste der „Sieben Gärten mittendrin“: der Burggarten. Trotzdem war er der vielfältigste, dieser von Peter Joseph Lenné entworfene und 1843 von Theodor Klett ausgeführte Rahmen für das Schloss auf dessen Insel.

Der Landtag hatte es sich seit 1990 auf die Fahnen geschrieben, mit der inneren und äußeren Restaurierung des Schlosses auch den Burggarten wieder in Ordnung zu bringen. Ganz streng nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten. Und so entstand wieder das vielfältige Bild eines historischen Gartens mit Elementen der italienischen Renaissance, englischer Landschaftsgärten und barocken Gestaltungsgesichtspunkten aus Frankreich. Höhepunkt der Restaurierungsarbeiten war ohne Zweifel die Wiederherstellung der Orangerie.

Trotz aller Anstrengungen und erheblicher finanzieller Mittel war der Landtag aber nicht in der Lage, den historischen Rosenhügel unterhalb der Nordbastion wieder in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen. So sprang die Buga GmbH ein.

Mit umfangreichen Erdarbeiten wurde der Rosenhügel in seiner von Lenné erdachten Form wieder hergestellt. Auf das obere Zentrum kam wieder ein eiserner Pavillon und regelmäßige Beete wurden ringsum angelegt. Bepflanzt wurden sie mit historisch verbürgten Blumen und Rosenstöcken.

Heute präsentiert sich der Burggarten in seiner ursprünglichen Vielfalt als beliebtes, von Schwerinern und vielen Gästen der Stadt genutztes Kleinod der Gartenbaukunst des 19. Jahrhunderts und als Bestandteil des Residenzensembles, das auf die Welterbeliste der Unesco kommen soll.

Leider ist auch nach mehr als zehn Jahren die sich über dem Rosenhügel erhebende Nordbastion des Schlosses immer noch nicht vollkommen trocken gelegt. Noch immer verhüllt eine Gerüstplane den Bau. Und leider ist noch nicht abzusehen, wann die Hüllen fallen werden.


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