Mvgida-Protest in Schwerin : Ein Jahr MVgida ruft Anhänger und Gegner auf die Straße

Durch die Schlossstraße zogen Gegner der Asylpolitik des Bundes (l.). Auf dem Marienplatz demonstrierten Schweriner für Toleranz.

Durch die Schlossstraße zogen Gegner der Asylpolitik des Bundes (l.). Auf dem Marienplatz demonstrierten Schweriner für Toleranz.

Schweriner treten für Toleranz und Demokratie ein. Gleichzeitig wird Kritik an der Flüchtlingspolitik des Bundes laut.

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11. Januar 2016, 21:00 Uhr

Knapp 100 Demonstranten fanden sich Montagabend gegen 17.30 Uhr am Marienplatz ein, um für Demokratie und Toleranz einzutreten. Darunter auch Antje Weiß und Ronald Klinger aus Schwerin. „Wenn wir anderen Menschen nicht helfen, haben wir schon verloren, bevor wir überhaupt angefangen haben“, sagte Klinger.  Für beide sei es deshalb eine Selbstverständlichkeit, Flüchtlingen Hilfe zu leisten. Anschließend zogen die Bürger mit Transparenten und Fahnen über die Schlossstraße zum Markt plädierten für Toleranz und Weltoffenheit. Organisiert wurde die Demonstration vom Bündnis „Schwerin für alle“, unterstützt vom Schweriner Bürgerbündnis für Demokratie und Menschenrechte.

Gegen 19 Uhr trafen sich rund 350 Anhänger der Bewegung MVgida an der Siegessäule auf dem Alten Garten, um gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung zu protestieren. Andreas Theißen erinnerte an die Gründung des Bündnisses vor einem Jahr und sagte: „Und wir sind immer noch da.“ Dann zog der Demonstrationszug durch die Schlossstraße in Richtung Pfaffenteich-Südufer. Die Teilnehmer skandierten Sprechchöre wie „Merkel muss weg“ oder „Wir sind das Volk“. Die Polizei nahm einen angetrunkenen Demonstranten zeitweilig in Gewahrsam, der gewaltsam Widerstand gegen Vollzugsbeamte geleistet hatte.

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