Ein Huhn zum Frühstück

Rehnaer Geflügelzüchterverein lud zur Ausstellung und dekorierte einfallsreich die Gehege

Hoffmann_passbild.jpg von
14. Januar 2019, 11:03 Uhr

Zärtlich streichelt Greta Wischnewski dem großen, ockerfarbenem Huhn über den Rücken. Ohne Angst zu haben setzt sie sich an den gedeckten Frühstückstisch und könnte nun ihr Brötchen essen. Um sie herum laufen die Zweibeiner und picken das eine oder Korn auf und an einer Futterrübe herum. Lediglich Butter und Marmelade fehlen noch für den Belag des Brötchens. Das haben die Organisatoren der Rassegeflügelschau in Rehna nicht auch noch auf den Tisch stellen wollen. Stattdessen erhalten sie viel Lob ihrer äußerst kreativ eingerichteten Gehege.

„Wir wollten mal etwas Abwechslung und Spaß in die Ausstellung bringen. Ich denke, das ist uns gelungen“, erklärte Jens Wischnewski. Er ist nicht nur Hühnerzüchter und Vater der siebenjährigen Greta, sondern auch seit drei Jahren Vorsitzender des Rehnaer Rassegeflügelzüchtervereins von 1908. 27 Mitglieder hat der Verein, 20 von ihnen haben jetzt 317 Tauben, Enten sowie große und kleine Hühner mitgebracht, um sie bewerten zu lassen. Zuvor jedoch tat der Verein etwas für die Nachwuchsgewinnung.

„Bereits am Freitag hatten wir noch eine Schulklasse hier und haben die Tiere und unseren Verein vorgestellt. Wer weiß, vielleicht hat der eine oder andere ja auch Platz und Zeit, sich diesem Hobby zu widmen“, sagte der 39-Jährige.

So wie der 22-Jährige Dominic Onischke. Er fing bereits mit sieben Jahren an, die ersten Tauben zu halten. „Damals bin ich mit dem Fahrrad noch den Tauben auf dem Markt hinterhergefahren und wollte sie einfangen“, erzählte er. Heute weiß der Demerner das besser und züchtete so gut, dass er mit seiner Deutschen Schautaube sogar die höchste Prämierung „vorzüglich“ erhielt. Da war Vater Daniel schon etwas neidisch. Immerhin hatte er den Sohnemann vor Jahren zu diesem Hobby gebracht, andererseits erhielten seine Tauben eine geringere Punktzahl, allerdings immer noch das Prädikat „hervorragend“.

Insgesamt wurde das Prädikat „v“ für vorzüglich sieben Mal verteilt, genauso oft wie das „hv“ für hervorragend. Mit diesen Ergebnissen zeigte sich der Vorsitzende durchaus zufrieden. „Wir hatten hier 62 Rassen und freuen uns, dass die Tiere einem sehr guten Standard ähneln“, sagte Wischnewski, der allerdings auch nicht vergaß, den Sponsoren zu danken. „Ohne die wären die vielen Preise und somit diese Veranstaltung gar nicht möglich“, erklärte er.

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