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Schwerin baut Stadtteilzentrum : Ein Haus zum Lernen und Treffen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Volkshochschule baut altes Schliemann-Gymnasium zum Bildungs- und Bürgerzentrum um – nächstes Jahr soll es bezugsfertig sein

von
erstellt am 11.Feb.2017 | 08:00 Uhr

Die von der Volkshochschule genutzte Hälfte des ehemaligen Schliemann-Gymnasiums in der Hamburger Allee wird von Grund auf saniert. In dem alten Plattenbau sollen neben modernen Unterrichtsräumen auch ein Stadtteiltreff sowie Räume für Vereine entstehen. Im Sommer rücken die Handwerker an. Zum Beginn des Schuljahres 2018 soll alles fertig sein.

Im Büro der Fachwerkler Architekten und Innenarchitekten wird derzeit heftig geplant. Das Schweriner Büro um Kerstin Döring hat den Zuschlag für die Ausführungsplanung für den Umbau des DDR-Plattenbaus zu einem modernen Bildungs- und Bürgerzentrum bekommen. Rund 4,2 Millionen Euro wird das Projekt kosten. 3,8 Millionen Euro kommen vom Bund als Prämierung eines besonders innovativen Projekts: „Unter einem Dach und wohnortnah in einem sozialen Brennpunktbereich der Stadt wollen wir quartierspezifische Bildungs-, Informations- und Kulturangebote unterbreiten“, sagt Marita Schwabe, die Leiterin der Schweriner Volkshochschule. Von ihrer Stellvertreterin und Bereichsleiterin Schulabschlüsse, Susanne Kapellusch, wurde die Idee zur Projektreife gebracht, jetzt sind die Architekten am
Zuge.

Derzeit werden von der Volkshochschule sechs Schulklassen in dem alten Gebäude unterrichtet. Die jungen Erwachsenen wollen die Schulabschlüsse Berufsreife oder Mittlere Reife nachholen oder lernen intensiv Deutsch. „Die Schüler brauchen neben Klassenzimmern auch Fachräume, etwa für Naturwissenschaften, und Computerkabinette, die auch von anderen Kursen genutzt werden sollen“, erläutert Schwabe. Zudem würden speziell ausgestattete Räume auch für Gesundheits-, Kunst- und andere Kurse benötigt, die auf dem Dreesch angeboten werden sollen. „Die Wohnortnähe ist unheimlich wichtig. Das hat die Erfahrung der vergangenen Jahre gezeigt. Seit wir unsere Zweigstelle im Mueßer Holz haben, verzeichnen wir einen kontinuierlichen Zuwachs an Kursteilnehmern, die vom Dreesch und den umliegenden Dörfern kommen“, berichtet die Volkshochschulchefin.

Dem Ziel, das Umfeld in einem sozialen Brennpunktgebiet der Stadt gezielt anzusprechen und Leute zu aktivieren, dienen auch die anderen Teile des Projekts „Bildungs- und Bürgerzentrum“. „Wir arbeiten bereits mit vielen Vereinen und Verbänden zusammen, wollen uns aber noch weiter vernetzen“, sagt Schwabe. „Deshalb soll es unter unserem Dach auch Vereinsräume geben.“ Das Interesse sei riesig, es werde schwer, auszuwählen. Fest eingeplant sei zudem der sozial-integrative Stadtteiltreff. Das neue Atrium, der überdachte Innenhof, werde als Veranstaltungsort für Musik, Lesungen und Versammlungen fungieren.

Mit den lärmenden Bauarbeiten wird erst im Sommer begonnen, damit der Unterricht nicht gestört wird. „Zum Beginn des Schuljahres 2018/19 wollen wir fertig sein“, kündigt Volkshochschulchefin Marita Schwabe an.

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