Kaufhalle : Ein Fall für den Bagger

Der große Bagger schafft dem Schandfleck in der Crivitzer Stadtmitte ein Ende. Die alte Kaufhalle wird abgerissen.
Der große Bagger schafft dem Schandfleck in der Crivitzer Stadtmitte ein Ende. Die alte Kaufhalle wird abgerissen.

Schandfleck in der Crivitzer Innenstadt wird nun dem Erdboden gleich gemacht –Containeranbau wird von Karnevalisten genutzt

svz.de von
19. November 2015, 16:42 Uhr

Knirschen und Krachen hallt derzeit durch die Straßen rund um den Crivitzer Marktplatz: Der Abriss der alten Kaufhalle in der Fritz-Reuter-Straße hat begonnen. Mit schwerem Gerät werden die alten Blechplatten abgerissen. Schon zu Beginn der Woche hatte die Entkernung der Halle begonnen. Um 7 Uhr hatten die Männer des Abrissunternehmens angefangen, die Dämmwolle in weiße Kunststoffsäcke zu stopfen. „Das kratzige Zeug war wirklich nicht schön, dafür aber viel. Doch nun ist alles raus und auch alle Kupferleitungen sind entfernt“, erklärt einer der Mitarbeiter. Jetzt ist große Technik gefragt, denn in wenigen Tagen soll die Halle verschwunden sein. Knapp zwei Wochen werden noch benötigt, dann sei die Fläche beräumt, heißt es aus dem Amt Crivitz. Dafür habe die Stadt rund
38 000 Euro eingeplant.

Die Stadtvertreter hatten sich in diesem Herbst darauf geeinigt, die Halle abzureißen und somit Platz für zusätzliche Parkflächen zu schaffen. Dafür wurden auf dem Marktplatz – für die Zeit des Abrisses – Parkflächen eingerichtet (SVZ berichtete). Geplant war zudem, auch den Container auf der anderen Seite des Parkplatzes in der Fritz-Reuter-Straße abzureißen. „Wir haben uns jetzt auf einen Teilabriss verständigt. Der Container kommt weg und der gemauerte Anbau bleibt stehen“, erklärte Bürgermeisterin Britta Brusch-Gamm. In dem Anbau werde künftig der Crivitzer Carneval Club 84 (CCC) einziehen. „Wir haben es dem Verein angeboten, allerdings mit einer Bedingung“, sagt die Bürgermeisterin. Mit dem Pachtvertrag erklärt sich der CCC bereit, die Fläche nach der Nutzung wieder unbebaut an die Stadt zu übergeben: Sollte er das Gebäude nicht mehr benötigen, muss es der Verein abreißen. „Es ist wunderbar, dass alles so schnell und reibungslos geklappt hat. Es zeigt uns, welchen Stellenwert wir haben“, erklärte CCC-Präsident Fritz Schmidt. Wie der Verein das Gebäude nutzen werde, sei noch nicht klar. „Wir müssen erst einmal mit den Mitgliedern sprechen und dann gegebenenfalls noch einmal mit dem Amt“, sagte der Narren-Chef gestern auf Nachfrage der Redaktion.

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