Plater Wehr feiert Jubiläen : Ein dreifaches Feuerwehr-Hurra

Bestens aufgestellt ist die Plater Wehr für die anstehenden Feiern: Die Kindergruppe der Jugendwehr sowie Hendrikje Neumann, Annemarie Lemcke und Andreas Dauck (v.l.) freuen sich aufs Fest.
Bestens aufgestellt ist die Plater Wehr für die anstehenden Feiern: Die Kindergruppe der Jugendwehr sowie Hendrikje Neumann, Annemarie Lemcke und Andreas Dauck (v.l.) freuen sich aufs Fest.

Feierlaune bei den Plater Brandschützer: Sie bereiten sich auf Jubiläen der eigenen Wehr, der Jugend und des Fördervereins vor

svz.de von
19. April 2017, 12:00 Uhr

Zusammengerechnet sind es 120 Jahre. Freiwillige Feuerwehr: 90 Jahre. Jugendfeuerwehr: 20 Jahre. Förderverein: 10 Jahre. Summa summarum ergibt das nicht nur mehr als ein Jahrhundert, sondern bedeutet auch einen jahrzehntelangen Einsatz für die Gesellschaft, die Förderung einer wichtigen freiwilligen Arbeit und die Betreuung junger Menschen, die durch ihre Wissbegierde einen wichtigen Teil der Kameradschaft bilden.

Die Mitglieder der Plater Feuerwehr haben also genug Gründe, um in diesem Jahr gleich drei Jubiläen zu feiern. Am 20. Mai stellen die Kameraden ein großes Festzelt auf, um das 90-jährige Bestehen der Wehr zu feiern. Im September geht es dann um die Jubiläen der Jugendfeuerwehr und der Fördervereins.

„Wir sind eine gute Truppe“, erklärt Wehrführer Andreas Dauck, der Chef von 40 Plater Kameraden. Doch nicht immer ist den Brandschützern zum Feiern zumute. Denn bei den verschiedenen Einsätzen geht es auch das eine oder andere Mal um das Retten von Leben, von Hab und Gut. So geschehen vor Kurzem in Peckatel, als die Plater stundenlang im Einsatz waren, um einen Wohnhausbrand zu löschen (SVZ berichtete).

Erfahrung und Ausbildung spielt in diesen Situationen eine große Rolle. Wehrführer Andreas Dauck ist seit 25 Jahren dabei. Als Teenager, mit 16 Jahren, ist er dank seines Vaters zur Plater Wehr gekommen. „Für mich bedeutet Feuerwehr Abwechslung, Zusammenhalt und Aufgaben, in die man reinwächst“, so Dauck, der seit 2012 Wehrführer ist.

Dass die Wehr, die heute ein Durchschnittsalter von 36 Jahren aufweist, mittlerweile auf 90 Jahre zurückblicken kann, freut ihn. Denn nicht immer waren die Mitgliederzahlen stabil. „Vor rund sechs Jahren hatten wir extreme Nachwuchsprobleme“, erzählt Annemarie Lemcke. Die 25-Jährige ist Jugendwartin und weiß genau, dass die Aufnahme junger Leute enorm wichtig für eine freiwillige Wehr ist. Damals sind die Brandschützer vermehrt in Hort und Kita gegangen, haben sich vorgestellt und bekannter gemacht. Mit Erfolg, heute sind die Jugendgruppen mit insgesamt 28 Kindern voll ausgelastet, sieben Namen von Kindern stehen auf der Warteliste. Sich für den Nachwuchs immer wieder Neues einfallen zu lassen, ist die Aufgabe der Verantwortlichen. Vogelhäuser bauen, Übungseinheiten, Hilfe bei Frühjahrsputz oder Osterfeuer, Zeltlager – der Nachwuchs hat in den 20 Jahren Bestehen der Jugendabteilung immer wieder neue Einsatzbereiche – Langeweile gibt es nicht. Auch nicht, wenn im Juni das Amtszeltlager in Plate mit rund 300 Teilnehmern stattfindet. „Ich bin zufrieden mit der Mitgliederzahl und auch dem Generationenwechsel“, so der Wehrführer.

Der Förderverein mit seinen 100 Mitgliedern sei eine wichtige Unterstützung und auch die Zusammenarbeit mit der Gemeinde funktioniere gut. So steht dem dreifachen Feuerwehr-Hurra nichts mehr im Weg. Es kann und darf gefeiert werden.

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