Kindesmissbrauch : Ein Dorf unter Schock

Gewalt gegen Kinder bleibt auch an der Westküste ein Problem. Eher selten gibt es eine einfache Erklärung, denn die Ursachen müssen vor dem Hintergrund ganz persönlicher Lebenserfahrungen und -bedingungen untersucht werden, wissen die Experten.
Foto:
1 von 1
Gewalt gegen Kinder bleibt ein Problem. Eher selten gibt es eine einfache Erklärung, denn die Ursachen müssen vor dem Hintergrund ganz persönlicher Lebenserfahrungen und -bedingungen untersucht werden, wissen die Experten.

Jetzt wissen die Sülstorfer, warum vor gut einer Woche die Polizei in ihrem Dorf vorfuhr und einen Mann mitnahm

von
24. August 2017, 21:00 Uhr

Jetzt wissen die Sülstorfer, warum vor gut einer Woche die Polizei in ihrem Dorf vorfuhr und einen Mann mitnahm: Dem 57-Jährigen wird Kindesmissbrauch vorgeworfen – in zwölf Fällen, so die knappe Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Weder den genauen Ort noch weitere Einzelheiten gibt sie heraus – zum Schutz der betroffenen Kinder, betonte Oberstaatsanwältin Claudia Lange gestern gegenüber unserer Zeitung.

In Sülstorf, einem Dorf südlich von Schwerin, breitete sich indes diese Nachricht schockwellenartig aus. Zwar hatten nur wenige etwas vom Polizeieinsatz mitbekommen. Doch seitdem brodelt die Gerüchteküche. Der Mann soll jungen Mädchen beim Freizeitsport nachgestellt haben, die Missbrauchsopfer sollen 5 und 13 Jahre alt sein. Direkt äußern möchte sich keiner der Anwohner – zu tief sitzt der Schock, dass „so etwas vor der eigenen Haustür passieren kann“.

Der Beschuldigte sitzt weiterhin in Untersuchungshaft, bestätigt Oberstaatsanwältin Lange.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen