Wittenförden : Ein Dorf geht auf Schnitzeljagd

Der Korb mit bunten Hinweisen ist bereits gepackt, Organisator Walter Kelle freut sich auf Teilnehmer.
Der Korb mit bunten Hinweisen ist bereits gepackt, Organisator Walter Kelle freut sich auf Teilnehmer.

Findige Suche mit Tradition: Freunde der Kultur und Kirchengemeinde Wittenförden laden ein

svz.de von
27. September 2017, 23:20 Uhr

Die Spur führt durch den Ort. Die Verstecke für die Hinweise sind ausgeklügelt. Die Mission der Spurensucher: Der Ortsgeschichte von 800 Jahren nachgehen, Wissenswertes erfahren und vor allem Spaß haben sowie gemeinsam unterwegs sein. Denn in Wittenförden steht am morgigen Freitag, 29. September, eine Schnitzeljagd an. Dazu laden die Kirchengemeinde und die Freunde der Kultur ein. Los geht es um 16.30 Uhr.

„Großeltern, Eltern und Kinder sind willkommen. Wir haben unterschiedliche Aufgaben, die kinderleicht sind, aber auch Erwachsene fordern“, erzählt Walter Kelle, der gemeinsam mit Ehefrau Margitta die Schnitzeljagd vorbereitet. Ein Korb mit bunten Schriftrollen und kleinen Überraschungen steht bereits im Hausflur bereit, damit es morgen Nachmittag an der Wittenfördener Kirche auch losgehen kann.

Walter Kelle ist selbst Freund der besonderen Suche nach Hinweisen. „Als Kinder haben wir das häufiger gemacht, es ist ein Klassiker. Aber auch Erwachsene haben daran Spaß“, so der Wittenfördener, der zur Vorbereitung des Spiels ein wenig recherchiert hat. „Ursprünglich verstand man unter dem Spiel ein Jagdreiten“, so Kelle. Dabei haben die zu verfolgenden Reiter, Füchse genannt, ihre „Fährte“ durch Papierschnitzel markiert. Heutzutage findet das Ganze ohne Pferd statt. Bei der Schnitzel- oder auch Schnipseljagd folgt eine Gruppe Hinweisen, die zuvor von einer anderen Gruppe oder Person ausgelegt wurden. Am Zielort der Suche befindet sich meistens eine Belohnung. Geocaching, bei dem es darum geht per GPS-Empfänger und Koordinaten einen kleinen Schatz zu finden, ist ebenso eine moderne Art der Schnitzeljagd.

„Vor einigen Jahren haben wir schon mal eine Schnitzeljagd im Ort gemacht. Nun haben wir das Spiel aufleben lassen, weil wir in diesem Jahr auch das 800-jährige Bestehen des Ortes feiern“, sagt Walter Kelle. Den Freunden der Kultur und der Kirchengemeinde geht es ebenso darum, eine Aktion für Wittenförden zu organisieren und die Einwohner zusammenzubringen. Deswegen werde es auch einige Schnitzeljagd-Stationen geben, an denen an den Haustüren der Wittenfördener geklingelt werden muss.

Mitmachen kann morgen von 16.30 Uhr an jeder, der Spaß an der Suche hat. Dabei entdecken die Teilnehmer Traditionen und Bräuchen, und am Ende gibt es eine Preisverleihung mit einem kleinen Abendbrot an der Kirche.

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