Ein Brunnen, der überraschte

vor zehn jahrentest
1 von 2

Beim Umbau des Marienplatzes entdeckten Experten damals Faszinierendes

von
26. April 2019, 05:00 Uhr

Altstadt | Zwölf Menschen, die mit kleinen Schaufeln Schicht für Schicht Boden freilegten, Gräben zogen und dunkle Pfähle bargen. Passanten blieben mitten auf dem Marienplatz stehen, um sich das Geschehen näher anzuschauen. Vor zehn Jahren kam es genau zu dieser Szenerie, als damals der Marienplatz gebaut wurde. Denn genau wie aktuell auf dem Schlachtermarkt wurde auch an dieser Stelle in Schwerin Historisches gefunden. Archäologen erwarteten damals auf der Baustelle nach ihren ersten Probeuntersuchungen Funde aus dem Mittelalter. Doch dann entdeckten sie etwas, das viel tiefer zurück in die Geschichte Schwerins reichte: Einen Brunnen aus dem ersten nachchristlichen Jahrhundert und Werkzeugreste aus der Bronzezeit barg das Grabungsteam. Das führte zur Erkenntnis: Rund um den heutigen Marienplatz herrschte offenbar schon vor 4000 Jahren reges Leben.

Der Brunnen selbst war ein ausgehöhlter Baumstamm mit aufgelegten Feldsteinen. Er und weitere Spuren belegten damals, dass es sich offenbar um eine dauerhafte Germanensiedlung handelte. Die Untersuchungen dienen vor allem dazu, geschichtliche Gesamtzusammenhänge zu erfassen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen